Zentrales und dezentrales Risikocontrolling in Industrieunternehmen
Von Carsten Homburg und
Marliese Uhrig-Homburg
Die Arbeit analysiert das Risikocontrolling in Industrieunternehmen. Die leistungswirtschaftlichen Risiken werden über den Cash Flow at Risk (CFaR) gemessen, d.h. denjenigen zahlungsorientierten Verlust, der mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Für die Situation, dass der CFaR einer Division mit Eigenkapital abgesichert wird, erfolgt eine Untersuchung des resultierenden Eigenkapitalbedarfs. Es stellt sich heraus, dass eine schärfere Risikopolitik nicht zwingend zu einem höheren Eigenkapitalbedarf führt. Als Erweiterung dieser Überlegungen wird für den Fall mehrerer Divisionen ein Vergleich zwischen einer zentralen und einer dezentralen Implementierung des Risikocontrolling durchgeführt.
S. 311
Opportunismus und Verhandlungsmacht in
F&E-Lieferbeziehungen –
Eine empirische Untersuchung
von Martin Kloyer
In F&E-Lieferbeziehungen drohen verschiedene Formen wechselseitigen opportunistischen Verhaltens. Anbieter und Abnehmer, die dies antizipieren, investieren nicht effizient. Die Agency-Theorie hat eine Reihe von Instrumenten zur Opportunismusbegrenzung entwickelt. In diesem Beitrag wird, darauf aufbauend, das Modell eines bilateralen Monopols entwickelt, das in erster Linie auf Verwertungsrechten des Anbieters und einem Exklusivbezugsrecht des Abnehmers basiert. Eine empirische Untersuchung zeigt, dass die im Modell postulierten vertraglichen Regelungen häufig vereinbart werden, dass es aber bei ausgeprägten Machtasymmetrien zu Abweichungen kommt.
S. 333
Europataugliche Ausgestaltung des körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahrens
von Corinna Treisch
Dieser Beitrag untersucht, wie ein europataugliches, grenzüberschreitendes körperschaftsteuerliches Vollanrechnungsverfahren ausgestaltet sein könnte. Dazu werden zunächst die Anforderungen, die an ein europataugliches Anrechnungsverfahren zu stellen sind, untersucht. Auf dieser Grundlage wird jeweils für die Ausgestaltung des technischen Systems an sich sowie die Bestimmung des Anrechnungsbetrages aufgezeigt, wie die „Europatauglichkeit„ des Anrechnungsverfahrens hergestellt werden kann und welche problematischen Folgewirkungen dies nach sich zieht sowie welche Maßnahmen zu ihrer Minderung getroffen werden können. Der Aufsatz schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse zu einem abgestuften Regelungsvorschlag.
S. 365
Erfolgsfaktoren von
virtuellen Teams – Ergebnisse einer aktuellen Studie
von Katharina Weinkauf und
Michael Woywode
Virtuelle Teams werden heute in vielen Unternehmen eingesetzt. Dabei ist wenig über die Erfolgsfaktoren von virtueller Teamarbeit bekannt. Ziel dieser Studie ist es, ausgehend von Erkenntnissen der traditionellen Teamforschung, die Voraussetzungen erfolgreicher virtueller Teamarbeit zu ergründen. Anhand einer Stichprobe von 47 internationalen virtuellen Teams werden zunächst die Charakteristika und Herausforderungen von virtuellen Teams untersucht. Anschließend wird analysiert, welche Teaminput- und Teamprozess-Faktoren zu verschiedenen Dimensionen des Teamerfolgs beitragen.
S. 393
Ruhwedel, Peter
Aufsichtsratsplanungssysteme – Theoretische Grundlagen und praktische Ausgestaltung in Publikumsgesellschaften
M. R. Theisen
S. 413
Spremann, Klaus
Finanzanalyse und Unternehmensbewertung
N. Haring
S. 414