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Markentransfererfolgsanalysen bei kurzlebigen Konsumgütern unter Berücksichtigung von Konsumentenheterogenität Franziska Völckner/Henrik Sattler Eine Markentransferstrategie (synonym Markendehnung oder Brand-Stretching) ist durch die Übertragung einer etablierten Marke (Muttermarke) auf ein neues Produkt (Transferprodukt) gekennzeichnet. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind die Dehnung der Marke Mr. Proper auf ein Waschmittel, der Transfer der Marke Dextro Energy auf einen Müsliriegel oder die Erweiterung der Produktpalette der Marke Kölln um Kekse. Ein wesentliches Ziel von Markentransferstrategien besteht darin, Wissensstrukturen in Form von Markenbekanntheit und -image, die Nachfrager hinsichtlich einer etablierten Marke in der Vergangenheit gesammelt haben, auf das Neuprodukt zu transferieren und damit im Vergleich zur markenstrategischen Hauptalternative (der Neumarkenstrategie) Zeit- und Kostenvorteile zu realisieren. Die Durchführung von Markentransfers ist insbesondere im kurzlebigen Konsumgüterbereich äußerst beliebt. Eine umfassende Studie von Ernst & Young/Nielsen (1999) in verschiedenen europäischen Ländern zeigt, dass im kurzlebigen Konsumgüterbereich häufig mehr als 90% der Neuprodukt-einführungen unter Verwendung einer Markentransferstrategie erfolgen. S. 669
Gestaltung von Erfolgsrechnungen zur Steuerung langfristiger Projekte Christian Hofmann Gegenstand des Beitrags ist die Verhaltenssteuerung langfristiger Projekte wie der Forschung & Entwicklung, dem Anlagenbau oder der mehrjährigen Auftragsfertigung. Charakteristisch für diese Projekte ist ein zeitliches Auseinanderfallen von Handlungen und Handlungswirkungen, was zu falschen Anreizen führen kann: So findet sich in der Managementliteratur häufig die Aussage, dass Manager in ihrem Entscheidungsverhalten kurzfristig orientiert sind und Handlungen mit langfristigen Wirkungen vernachlässigen. S. 689
Die Koordination von Supply Chains – eine transaktionskostentheoretische Untersuchung Martin Müller Die Konsumenten versuchen zunehmend, ihre Persönlichkeit durch individuelle Produktwahl zu demonstrieren. Auch außerhalb der Konsumgüterindustrie ist eine zunehmende Spezifizierung der Produkte und Dienstleistungen zu beobachten. In der Literatur werden verschiedene Ansätze diskutiert, um auf diese Anforderungen zu reagieren. In diesem Kontext hat sich das so genannte Supply Chain Management (SCM) entwickelt. Dieses verfolgt das Ziel, für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette mit Hilfe einer prozessualen Integration aller physischen und informatorischen Austauschprozesse Wettbewerbsvorteile zu realisieren. In der Literatur existieren inzwischen zahlreiche Ansätze, die sich mit der Koordination von Supply Chains auseinander setzen. S. 717
Erich Potthoff – Wissenschaftliches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung Erich Frese Am 2. Mai 2005 ist Dr. Dr. h.c. Erich Potthoff, Honorarprofessor der Universität zu Köln, in seinem 92. Lebensjahr verstorben. Die Betriebswirtschaftslehre verliert mit Erich Potthoff einen Fachvertreter, der in die Geschichte des Fachs als eine ungewöhnliche und eindrucksvolle Persönlichkeit eingehen wird. Die Würdigung seines Lebenswerkes muss nicht nur berücksichtigen, dass er ein umfangreiches und bemerkenswertes wissenschaftliches Oeuvre hinterlässt. Mit ihm verlässt uns auch einer der letzten Zeitzeugen der Vorkriegs-Betriebswirtschaftslehre, der als engster Mitarbeiter des aus dem Amt getriebenen Eugen Schmalenbach in einmaliger Weise das Vermächtnis dieses Großen unserer Disziplin aktiv bewahrt und uns Jüngeren den Blick für das Elend einer Wissenschaft unter dem Druck der Nazidiktatur geschärft hat. S. 740
Qualifikation und Weiterbildung von Führungskräften aus Unternehmenssicht Martin Möhrle Die Qualität der Führungskräfte als Einzelne und als Kollektiv ist mehr denn je entscheidend für die Zukunftsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Umsetzung von Wachstumsstrategien wird insbesondere durch Führungskompetenz limitiert. Die Rekrutierung von talentiertem Führungsnachwuchs und die effektive Entwicklung von Führungskräften auf allen Ebenen werden zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Aufgrund der hohen Veränderungsgeschwindigkeit im Umfeld und notwendiger Anpassungsprozesse im Inneren von Unternehmen genügt es nicht mehr, eine überschaubare Anzahl hervorragender Führungskräfte durch eine Reihe von ‚Karriere-Experimenten’ auf dem Weg an die Unternehmensspitze zu identifizieren. S. 752
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