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Mai   zfbf 2004

Kundenbindung in industriellen Zuliefer-Abnehmer-Beziehungen
Von Heribert Gierl und Gunter Gehrke
In den bisher zum Thema „Bindung industrieller Kunden„ durchgeführten Studien konnte festgestellt werden, dass Lieferanten mit verschiedenen Bindungsstrategien erfolgreich sind. Hierbei wurden vor allem reputationserhöhende, flexibilitätssteigernde und die Prozesse beim Kunden optimierende Bindungsaktivitäten sowie unentgeltliche Zusatzleistungen des Lieferanten betrachtet. Eine offene Frage ist allerdings, welche dieser Bindungsstrategien ein Zulieferunternehmen ergreifen soll, wenn es zwischen den Strategien wählen kann. Im vorliegenden Beitrag wird eine Typologie erarbeitet, unter welchen Bedingungen eine bestimmte Bindungsstrategie vorteilhaft ist. In Abhängigkeit der technischen Überlegenheit des Zulieferprodukts gegenüber Produkten konkurrierender Lieferanten und in Abhängigkeit vom Wertschöpfungsanteil des Zulieferprodukts am Endprodukt wird eine bestimmte  Bindungsstrategie empfohlen. Im empirischen Teil der Analyse wird die Gültigkeit dieser Aussagen am Beispiel der Bindungsstrategien, die Direktlieferanten der Automobilwirtschaft einsetzen, überprüft.
S. 203

Erfolgsauswirkungen der marktorientierten Gestaltung des Personalmanagements
von Ruth Stock
Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten haben sich in den letzten Jahren damit befasst, wie Unternehmen ihre Markt- beziehungsweise Kundenorientierung durch die Gestaltung der Unternehmensstrukturen und -systeme steigern können. Die Frage, wie Personalmanagementteilsysteme marktorientiert gestaltet werden können, blieb hingegen weitgehend vernachlässigt. Im vorliegenden Beitrag wird die marktorientierte Gestaltung der Personalmanagementteilsysteme konzeptualisiert und operationalisiert. Darüber hinaus werden theoretisch fundierte Hypothesen in Bezug auf die Erfolgsauswirkungen der marktorientierten Gestaltung des Personalmanagements entwickelt. Innerhalb einer großzahligen branchenübergreifenden Untersuchung kann gezeigt werden, dass der Markterfolg signifikant durch die marktorientierte Gestaltung unterschiedlicher Facetten des Personalmanagements beeinflusst wird. Weiterhin kann gezeigt werden, dass die kundenbezogene Komplexität den Zusammenhang zwischen der marktorientierten Gestaltung des Personalmanagements und dem Unternehmenserfolg dahingehend moderiert, dass die Erfolgswirksamkeit der marktorientierten Gestaltung des Personalmanagements im Falle hoher kundenbezogener Komplexität besonders hoch ist.
S. 237 
 
Entscheidungswirkungen steuerlicher Erfolgsabgrenzungsparadigmen bei multinationalen Unternehmen
von André Schröer
Die Abgrenzung des Erfolges multinationaler Unternehmungen (MNU) für körperschaftsteuerliche Zwecke wird durch die Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes determiniert. Dieses Erfolgsabgrenzungsparadigma steht im systematischen Gegensatz zu den ökonomischen Theorien der MNU. Auf Basis eines einfachen mikroökonomischen Modells wird gezeigt, dass unter Berücksichtigung der Besteuerung als einzigem nicht natürlichen Standortfaktor steuerliche Transferpreisregelungen nur in wenigen Fällen Entscheidungsneutralität der Erfolgsabgrenzung sichern können. Da sich die EU-Kommission in jüngerer Zeit verstärkt für die Einführung einer Einheitsbesteuerung für MNU im Binnenmarkt ausspricht, wird weiterhin erörtert, unter welchen Umständen es zu einer effizienten Allokation im Rahmen einer nach US-amerikanischem Vorbild ausgestalteten Konzernbesteuerung kommen kann.
S. 259 
 
Die Managementkonzepte von Ferdinand Piëch und Jack Welch – ein Rekonstruktionsansatz
von Matthias Graumann
Liegen den Erfolgen von Ferdinand Piëch und Jack Welch ähnliche Managementkonzepte zugrunde? Diese Frage wird unter Rückgriff auf wissenstheoretische Überlegungen zum Begriff des Managementkonzepts untersucht. Ergebnis der Rekonstruktion ist, dass beide Topmanager bemerkenswerte Unterschiede in ihren Mittel-Zweck-Überlegungen aufweisen. Dies betrifft die Verwirklichung effizienter Strategien ebenso wie die Verwirklichung einer effizienten Organisationsstruktur für das Gesamtunternehmen und die Verwirklichung eines effizienten Planungs- und Kontrollsystems. Lediglich hinsichtlich der Verwirklichung einer effizienten internen Organisation des geschäftsführenden Unternehmensleitungsorgans lassen sich gleiche Präferenzen für das Direktorialprinzip rekonstruieren.
S. 282
 
Backes-Gellner, Uschi/Schmidtke, Corinna
Bildungssystem und betriebliche Beschäftigungsstrategien in internationaler Perspektive
O. Fabel
S. 299

Bruhn, Manfred/Stauss, Bernd
Electronic Services
T. Posselt
S. 300


Frese, Erich/Stöber, Harald
E-Organisation
S. Schuller
S. 303

Hinz, Michael
Der Konzernabschluss als Instrument zur Informationsvermittlung und Ausschüttungsbemessung
W. Busse von Colbe
S. 304

 
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