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August   zfbf 2005

Interaktivitätselemente und Nutzung der Web Sites deutscher Pressetitel im Internet – Eine empirische Analyse
Torsten J. Gerpott
Vielfach wird empfohlen, dass Internet-Versionen gedruckter Pressetitel Mensch-Inhalt- und Mensch-Mensch-Interaktivitätselemente anbieten sollten, um betriebswirtschaftlich positive Leserverhaltensweisen
wie etwa Erhöhungen der Zahl und des Umfangs von Besuchen einer Pressetitel Site zu fördern. In der vorliegenden Studie werden deshalb bei 101 Web Sites deutschsprachiger Pressetitel Ende 2002 Zusammenhänge zwischen der (Nicht-) Verfügbarkeit von 30 Interaktivitätselementen und drei Web Site Nutzungskennzahlen als betriebswirtschaftliche Erfolgsindikatoren empirisch untersucht. Es konnten nur 9% der Varianz der Besuchshäufigkeitszahl durch vier Interaktivitätselemente,
aber über 43% der Varianz des Nutzungskriteriums Page Impressions pro Besuch durch 12 Interaktivitätselemente erklärt werden.
S. 379-400

Segmentspezifische Schätzung von Zahlungsbereitschaftsfunktionen
Timo Schulze/Karen Gedenk/Bernd Skiera
Zahlungsbereitschaftsfunktionen als Grundlage für die nichtlineare Preisbildung wurden bislang auf individueller Ebene geschätzt. Da aber die individuelle Schätzung möglicherweise zu instabilen Parametern und Over-Fitting führt, stellen wir einen Ansatz vor, Zahlungsbereitschaftsfunktionen auf der Ebene von Segmenten zu schätzen. Wir setzen dazu ein Finite Mixture-Modell ein und schätzen die Zahlungsbereitschaften sowie die Segmentstruktur simultan. In einer empirischen Studie zu Zahlungsbereitschaften für aktuelle Artikel einer Online-Zeitung zeigen wir, dass die segmentspezifische Schätzung sehr robust und der individuellen Schätzung im Hinblick auf Fit und Prognosegüte überlegen ist. Außerdem liefern die auf Segmentebene leicht interpretierbaren Ergebnisse wichtige inhaltliche Erkenntnisse für Manager.
S. 401-422

Das „Qualitätssegment“ SMAX: Eine Analyse der Liquiditätswirkung und des Einführungseffektes
Joachim Gassen/Daniel Kaltofen
Im April 1999 institutionalisierte die Deutsche Börse AG das Nebenwertesegment SMAX, welches sich besonders durch erweiterte Transparenz- und Publizitätspflichten der beteiligten Unternehmen und eine Betreuung der im XETRA-Handel geführten Titel durch sog. Designated Sponsors auszeichnete. Dieser Beitrag untersucht, ob sich die hierdurch erhoffte Liquiditätsverbesserung tatsächlich feststellen lässt und ob die Kapitalmarktteilnehmer diesen Effekt antizipiert und positiv honoriert haben. Auf Basis einer mittels Propensity Score Matching ermittelten Kontrollgruppe und multivariaten Regressionen zeigt sich, dass der SMAX die Handelsliquidität der partizipierenden Unternehmen, gemessen am Bid-Ask-Spread und am Anteil der Handelstage mit Umsätzen, gesteigert hat. Die zur Beantwortung der zweiten Teilfrage durchgeführte Ereignisstudie identifiziert schwach signifikant positive abnormale Renditen und Handelsvolumina zum unternehmensindividuellen Ankündigungszeitpunkt des SMAX-Beitritts, die wohl teilweise als Reaktion auf die durch den SMAX-Eintritt verbesserte Unternehmenspublizität interpretiert werden können. Hingegen sind die deutlich signifikant positiven abnormalen Renditen und Volumina zum SMAX-Startzeitpunkt wohl dem von institutionellen Investoren geprägten Indexeffekt zuzuschreiben. Dies lässt darauf schließen, dass dem SMAX beitretende Unternehmen sowohl einen kurzfristigen Preiseffekt als auch eine längerfristige Liquiditätsverbesserung erfahren haben.
S. 423-452


Bachelor- und Masterstudiengänge in der BWL: Die Einstellungen der Dekane wirtschaftswissenschaftlicher Fachbereiche
Udo Mandler
Die Untersuchung beruht auf einer Befragung der wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereiche deutscher Universitäten und Fachhochschulen. Während die Vertreter der Fachhochschulen darin zum Ausdruck bringen, dass sie die gegenwärtige Studienreform begrüßen, stehen die Universitätsdekane den neuen Studiengängen eher reserviert gegenüber. Auch in den neuen Strukturen leben die traditionell unterschiedlichen Bildungsziele der Universitäten und Fachhochschulen weiter. Im Bachelorstudium messen aber auch die universitären Fakultäten der Anwendungsorientierung einen bedeutsamen Stellenwert
bei. Weitere Schritte zur Gleichstellung der Fachhochschulen mit den Universitäten sind zwischen den Befragungsgruppen
äußerst umstritten.
S. 453-466

 
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