Moderne Finanzinstrumente im Rahmen des Katastrophen-Risk-Managements – Basisrisiko versus Ausfallrisiko
von Andreas Richter
Ein wichtiges Problem bei der Versicherung und besonders der Rückversicherung von Katastrophenereignissen ist die Gefahr der Kumulierung von Schäden beim einzelnen (Rück)Versicherer und das damit verbundene Ausfallrisiko. Als wirksames Instrument zur Bereitstellung von Deckungen ohne Ausfallrisiko erweist sich hingegen bei entsprechender Ausgestaltung die Verbriefung von Versicherungsrisiken. Allerdings wird eine derartige Deckung häufig an eine Zufallsgröße gebunden, die zwar mit den individuellen Schäden korreliert, aber nicht identisch ist. Sie führt dann im Allgemeinen zu einem so genannten Basisrisiko. Dieser Beitrag untersucht, wie sich die Abwägung von Ausfall- und Basisrisiko bei simultanem Einsatz von Versicherung und indexgebundener Risikoverbriefung auf optimale Risk-Management-Lösungen auswirkt.
S. 99
Die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen in der deutschen Wirtschaftsprüfungspraxis
von Matthias Wolz
Durch die in jüngster Zeit immer wieder öffentlich gewordenen Fälle von Bilanzfälschungen und prominenten Unternehmenszusammenbrüchen steht die Qualität der Abschlussprüfung erneut in der Diskussion. Diese umfasst zumindest die Aspekte der Sicherheit und der Genauigkeit des erzielten Prüfungsurteils, die durch das Prüfungsrisiko und die zur Anwendung kommende Wesentlichkeitsgrenze modelliert werden können. Diese beiden Größen stehen in wechselseitiger Abhängigkeit. Angesichts des kürzlich verabschiedeten Prüfungsstandards IDW PS 250: Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung ist zu untersuchen, ob dieser Standard in der Lage sein wird, die Einhaltung einer ausreichenden Prüfungsqualität im Hinblick auf Sicherheit und Genauigkeit der Prüfung sicherzustellen. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese Frage anhand der Ergebnisse einer empirischen Erhebung, die aufbauend auf einer Analyse der Prüfungsansätze der (zum Untersuchungszeitpunkt) Big 5-Prüfungsgesellschaften die praktische Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen im Kontext des risikoorientierten Prüfungsansatzes untersucht.
S. 122
Unternehmenskooperationen als Folge von Informations- und Kommunikationstechnologieveränderungen: Eine theoretische Analyse
von Markus Solf
In forschungsintensiven Industrien nehmen Kooperationen komplementärer Partner zu. Dies mit Fortschritten in der Informations- und Kommunikationstechnologie transaktionskostentheoretisch zu erklären, ist unzureichend. Eine vertragstheoretisch erweiterte Analyse zeigt, dass die Fortschritte nur dann zu mehr Kooperationen führen, wenn sie die Transferierbarkeit sowohl des verwendeten Wissens als auch die des Anlagevermögens erhöhen. Ihre Wirkung bleibt unklar, falls sie die Transferierbarkeit des einen erhöhen und die des anderen senken. Sind Ressourcenrestriktionen und nicht ein höherer Grad an Transferierbarkeit der Grund für die Kooperationsbildung, wird die Kooperation nach Überwindung der Restriktionen beendet werden.
S. 146
Helmut Laux 65 Jahre
von Bernd Schauenberg
S. 168
Spielfilme als Anlageobjekte: Die Höhe des Filmbudgets als Grundlage der Investitionsentscheidung
von Thorsten Hennig-Thurau
Spielfilme erfordern erhebliche Investitionen, die auf Grund der kurzen Lebenszyklusdauer und der Einzigartigkeit von Filmen mit großen ökonomischen Risiken verbunden sind. Zugleich zeigen die Einspielergebnisse der vergangenen Jahre, dass auch Filme mit geringem Budget sehr erfolgreich an der Kinokasse sein können. Auf der Grundlage empirischer Daten über 331 Spielfilme aus den Jahren 1999–2001 wird in diesem Aufsatz der Frage nachgegangen, ob Filme mit großem Budget eine rentablere Investitionsalternative darstellen als Filme mit mittlerem oder geringem Budget. Die Ergebnisse werden bezüglich verschiedener Erfolgskategorien, Investitionsarten und Filmgenres differenziert.
S. 171
Hoffmann, Jörg
Das DSRC und die Regulierung der Rechnungslegung
Theodor Siegel
S. 189
Moxter, Adolf
Grundsätze ordnungsgemäßer Rechnungslegung
Walther Busse von Colbe
S. 190
Nell-Breuning, Oswald von
Grundzüge der Börsenmoral
D. Schneider
S. 195
Pagé, Peter/Ehring, Thomas
Electronic Business und New Economy
W. Fritz
S. 196