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Februar   zfbf 2004

Wie robust sind Methoden zur Präferenzmessung?
von Adriane Hartmann und
Henrik Sattler
Methoden der direkten Präferenzabfrage haben sich in der bisherigen empirischen Forschung gegenüber Conjoint-Analysen als erstaunlich robust erwiesen. Bisher fehlt es allerdings an einem umfassenden Vergleich direkter Präferenzabfragen mit in der Praxis immer wichtiger werdenden wahlbasierten Conjoint-Analysen. Als Ergebnis der vorliegenden empirischen Untersuchung zeigt sich, dass wahlbasierte Conjoint-Analysen eindeutig höhere Vorhersagevaliditätswerte als direkte Präferenzabfragen aufweisen. Auch gegenüber einer hier neu entwickelten nicht-kompensatorischen Präferenzmessmethode (RSS) sowie der weit verbreiteten Adaptive Conjoint Analysis (ACA) weist die wahlbasierte Conjoint-Analyse höhere Vorhersagevaliditätswerte auf.
S. 3

Entrepreneurship„: Legitimationsprobleme und Konturen einer jungen Disziplin
von Michael Fallgatter
Mit der seit einigen Jahren im deutschsprachigen Raum beobachtbaren Etablierung von Entrepreneurship als universitäres Forschungs- und Lehrgebiet stellen sich zugleich auch Fragen nach dessen Konturen. So bestehen trotz der langen wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Themenkreis vielfach Unklarheiten in Bezug auf die genauen Inhalte sowie die Grenzen zu anderen Gebieten. Dies greift der vorliegende Beitrag auf und setzt sich grundlegend mit Entrepreneurship auseinander. Theoretisch fundiert wird das Gebiet eingegrenzt, das Erfahrungsobjekt beschrieben und ein weiterführender Bezugsrahmen vorgestellt, der bei der Generierung und Systematisierung von Forschungsfragen hilft.
S. 23

Strategische Kostenanpassung oder relative Leistungsbewertung – Was ist besser?
von Stefan Dierkes
Im Rahmen der Steuerung von Investment und Profit Centern wird versucht, das Verhalten der Leiter von Investment Centern mit Hilfe von Erfolgsbeteiligungen zu steuern. Als Bemessungsgrundlage der Entlohnung wird vielfach der vom Leiter eines Investment oder Profit Centers erzielte Gewinn empfohlen. Der Leiter soll hierdurch veranlasst werden, die Entscheidungen so zu treffen, wie sie die Zentrale selbst treffen würde. Bei einer solchen Entlohnung wird allerdings vernachlässigt, dass eine Zentrale in einer nicht-kooperativen Spielsituation durch die Delegation von Entscheidungen ihre strategische Position verbessern kann. Mit der Delegation geht die Zentrale eine Selbstbindung ein, durch die die Handlungen der Konkurrenten mit dem Ziel der verbesserten Verfolgung des eigenen Formalziels beeinflusst werden können. Als mögliche Steuerungsmechanismen existieren hierzu die strategische Kostenanpassung und die relative Leistungsbewertung. Ungeklärt ist bislang die Frage, in welchen Situationen welcher dieser Steuerungsmechanismen für eine Zentrale vorteilhaft ist. Diese Frage wird in diesem Beitrag grundlegend beantwortet. Es wird in einem statischen Modell gezeigt, dass die relative Leistungsbewertung der strategischen Kostenanpassung in einem heterogenen Dyopol bei Preiswettbewerb und symmetrischen Kosten- und Nachfragesituationen überlegen ist.
S. 45

„Wie die Wirtschaftswissenschaft aus dem Schneider kommt„
von Heinz Rieter
S. 60

Zur Filterleistung von Hochschulsystemen – Bildungswege von Topmanagern in den USA, Frankreich und Deutschland
von Egon Franck und Christian Opitz
Der Beitrag nimmt die These von Arrow zum Ausgangspunkt, dass die Higher Education unter anderem auch ein Filtersystem für Humankapital sei. Im Rahmen einer organisationsökonomischen Betrachtung wird die Frage untersucht, wie eine solche Filteranlage aufgebaut sein kann. Auf drei Varianten, die sich ausgehend von den herrschenden Rahmenbedingungen idealtypisch drei Ländern zuordnen lassen, wird näher eingegangen. Während in den USA eher der Wettbewerb zwischen den Hochschulen die Glaubwürdigkeit der Filterdienste sichert, setzt man in Frankreich stärker auf staatliche Kontrolle. In Deutschland wird dagegen hauptsächlich die individuelle Reputationsbewirtschaftung der Professoren als Validierungsgrundlage genutzt. Anhand der tatsächlichen Bildungsverläufe von Topmanagern werden diese Hypothesen auch empirisch auf ihre Plausibilität überprüft.
S. 72

Breuer, Wolfgang/Gürtler, Marc/Schuhmacher, Frank
Portfoliomanagement
W. Dinkelbach
S. 87


Müller-Hagedorn, Lothar
Handelsmarketing
R. Olbrich
S. 89


Nicolai, Alexander T.
Die Strategie-Industrie
C. Homburg
S. 91


Stillhart, Georg Paul
Theorie der Finanzmediation und Regulierung von Banken
D. Schneider
S. 93

 
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