Strukturierte Anleihen und Bilanzrechtsauslegung
Von Wolfgang Eisele und Alois Paul Knobloch
Strukturierte Anleihen entstehen aus der rechtlichen Verbindung einer Anleihe mit einem oder mehreren Derivaten. Emittenten und Erwerbern dieser Finanzinstrumente stellt sich ein Bilanzierungsproblem, in dessen Kern es um die Frage eines getrennten oder einheitlichen Bilanzansatzes der Komponenten geht. Mit Blick auf diese Zerlegungsfrage wird im Beitrag die Diskussion um den handelsrechtlichen Vermögensgegenstandsbegriff vertieft. Das hieraus abgeleitete Kriterienbündel beschreibt einen Bilanzierungsvorschlag, der für die meisten Produkte zu einem einheitlichen Ansatz führt. Beim Übergang auf IFRS-Bilanzierung sind dadurch geringere Bewertungsdifferenzen als bei einem separierten Ansatz zu erwarten. Ein solcher ist überwiegend die Konsequenz von Alternativvorschlägen, die auf eine Angleichung an die IFRS in der Ansatzfrage hinauslaufen.
S. 749
Unternehmenssteuerung auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards?
von Holger Kahle
Die interne Steuerung von Geschäftsbereichen erfolgt bei international tätigen Unternehmen zunehmend auf der Basis des externen Rechnungswesens. Als Voraussetzung dieser Konvergenz gilt die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Konzernrechnungslegung. Die wesentlichen Ursachen hierfür sieht der Verfasser in höheren Transaktionskosten bei fehlender unternehmensinterner Harmonisierung der Rechnungswesenkreise und mit Abstrichen in den Periodisierungsregeln der IAS und US-GAAP, während sich die Anwendung dieser Standards mit Konzepten wertorientierter Unternehmensführung nicht hinreichend begründen lässt.
S. 773
Ökonometrische Verfahren zur Modellierung von Kreditausfallwahrscheinlichkeiten:
Logit- und Probit-Modelle
Von Ulrich Kaiser und Andrea Szczesny
Dieser Beitrag stellt verschiedene ökonometrische Methoden zur Bewertung und Berechnung von Kreditausfallrisiken vor und wendet diese auf einen Datensatz sechs deutscher Universalbanken an. Im Mittelpunkt stehen dabei Logit- und Probit-Modelle, mit deren Hilfe die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits geschätzt werden kann. Dabei werden auch moderne Verfahren zur Analyse von Paneldaten besprochen. Beispiele und Interpretationshilfen zu den jeweils vorgestellten Methoden erleichtern den Zugang zu diesen Modellen. Es werden zahlreiche Hinweise auf weiterführende Literatur gegeben.
S. 790
Wachstumsstrategien internationaler Unternehmungen:
10 Thesen
von Martin Glaum, Ulrich Hommel und Dieter Thomaschewski
Der Schmalenbach-Arbeitskreis "Unternehmenswachstum und Internationales Management" hat sich in den vergangenen beiden Jahren intensiv mit dem Themenkreis "Internes versus externes Unternehmenswachstum" auseinandergesetzt. In dem Beitrag werden die Ergebnisse der Vorträge und Diskussionen in Form von zehn Thesen zusammengefasst. Die Kommentierung der Thesen reflektiert die unterschiedlichen und zum Teil kontroversen Meinungen der Arbeitskreismitglieder zu Aspekten wie den Vor- und Nachteilen von internem und externem Wachstum, dem Einfluss der Kapitalmärkte auf die Wachstumsstrategien der Unternehmungen und zu den Möglichkeiten zur Wertsteigerung durch internes und externes Wachstum.
S. 823
Tipke, Klaus/Lang, Joachim
Steuerrecht
P.Bareis S. 847
Wirtz, Bernd W.
Medien- und Internetmanagement
W. Fritz S. 850