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Februar   zfbf 2003

Markenpersönlichkeit als Determinante von Markenloyalität
von Joachim Büschken
Gegenstand dieses Beitrags ist die Frage, wann ein Unternehmen die Einführung einer Innovation ankündigen sollte, wenn eine solche Vorankündigung Nachfrager dazu anreizt, ihre Beschaffungsentscheidungen zu verschieben ("Leapfrogging"). Auf der Basis eines literaturgestützten Modells werden in einem ersten Schritt die Einflussfaktoren auf das ergebnisoptimale Timing von Neuproduktvorankündigungen identifiziert. Dabei wird angenommen, dass Unternehmen das Ergebnis über einzelne Produkt- oder Technologiezyklen hinweg optimieren. Leapfrogger verschieben durch ihre verzögerte Beschaffungsentscheidung Ergebnispotenziale zwischen den betrachteten Märkten. Im Rahmen einer Simulationsstudie auf Basis eines normativen Modells wird untersucht, wann diese Verschiebung von Ergebnispotenzialen für einen betrachteten Anbieter positiv ist, sich also ein frühes Vorankündigungsverhalten lohnt und wann nicht. Daraus werden bedingungsspezifische Handlungsempfehlungen für Unternehmen in Bezug auf das optimale Vorankündigungsverhalten abgeleitet.
S. 3

Unternehmenskultur und Innovationserfolg –  Eine empirische Analyse
von Holger Ernst
Bisher liegen keine überzeugenden empirischen Befunde zum Einfluss der Unternehmenskultur auf den Innovationserfolg vor. Auf Basis eines Kontingenz- und Effizienzmodells wird der Zusammenhang zwischen Kontextfaktoren, Typen von Unternehmenskulturen und Innovationserfolg auf Basis einer Mehrpersonenbefragung in 43 deutschen Unternehmen untersucht. Aufgrund erheblicher Wahrnehmungsunterschiede zwischen den befragten Personen werden mittels einer MultiTrait-MultiMethod (MTMM) Analyse zunächst diejenigen Informanten identifiziert, die valide Einschätzungen der Unternehmenskultur vornehmen. Die Befunde zeigen, dass Kulturtypen kontextabhängig auftreten und dass sich innovationsfördernde Unternehmenskulturen signifikant positiv und durch Hierarchie geprägte Unternehmenskulturen signifikant negativ auf den Innovationserfolg auswirken.
S. 23

Empirische Determinanten des Widerstandes von Mitarbeitern gegen Innovationen
von Thomas Zwick
Widerstand der Beschäftigten gegen Innovationen kann durch Informationen über die Geschäftsstrategie, die Innovationsziele und andere grundlegende Charakteristiken der Unternehmen erklärt werden. Mit Hilfe einer mikroökonometrischen Analyse auf Basis von repräsentativen deutschen Firmendaten der Dienstleistungsbranche wird gezeigt, dass Mitarbeiterwiderstand entsteht, wenn durch die Innovation Beschäftigung abgebaut werden soll, sich die Arbeitsbelastung erhöht oder die Geschäftsentwicklung des Unternehmens negativ ist. Wenn der Erfolg der Unternehmung hingegen auf einer Diversifizierungsstrategie beruht und die Innovation der Verbesserung des Produkts beziehungsweise der Produktwahrnehmung dient, ist der Widerstand geringer.
S. 45

Strategische Erfolgsfaktoren in der Internetökonomie
von Bernd W. Wirtz, Torsten Olderog und Joachim Schwarz
Vor dem Hintergrund der Veränderungen im Zuge der Entstehung der Internetökonomie werden strategische Erfolgsfaktoren für die Internetökonomie herausgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Zusammenhang dem für die Internetökonomie gültigen Zielsystem, aus welchem der Erfolg von Unternehmen abgeleitet werden soll. Hierfür wird auf eine phasenweise Unterscheidung abgestellt, welche in besonderer Weise in der Lage ist, den Umständen, in denen sich die Unternehmen durch die Internetökonomie und ihren individuellen Entwicklungsstand befinden, Rechnung zu tragen. Auf der Basis der Veränderungen durch die Internetökonomie werden Marketing, Forschung und Entwicklung und Organisationsintensität als strategische Erfolgsfaktoren identifiziert und in einem heuristischen Bezugsrahmen in Bezug zu den verschiedenen Zieldimensionen gesetzt. Im Anschluss wird der heuristische Bezugsrahmen mit Hilfe eines US-amerikanischen Unternehmenssamples aus der Internetökonomie empirisch überprüft und aus den Ergebnissen Implikationen für die weitere wissenschaftliche Forschung und die Praxis gewonnen.
S. 60

 

 
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