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Dezember   zfbf 2004

Zyklische Preisentwicklung im offenen Call-by-Call-Markt
von Antje Baier und Friedel Bolle
Seit der Liberalisierung des Marktes für Festnetzgespräche sind die Preise für offenes Call-by-Call kontinuierlich gesunken. Kurzfristig lassen sich jedoch zum Teil erhebliche und systematische Schwankungen feststellen. In diesem Beitrag soll mit Hilfe eines spieltheoretischen Modells gezeigt werden, dass dieses Verhalten für die Anbieter gleichgewichtig sein kann. Es werden zwei Anbieter betrachtet, die in jeder Periode ihre Preise simultan festlegen. Die Marktnachfrage hängt von der Wahrscheinlichkeit ab, dass die Nachfrager die gegenwärtigen Preise kennen bzw. dass ihnen nur die Preise der Vorperiode bekannt sind. Die hier betrachteten Modelle zeigen, dass die Anbieter im Call-by-Call-Markt Anreize haben, durch häufige Preiswechsel die Desinformation der Konsumenten zu fördern.
S. 691

Legitimität und Innovation
– Einführung wertorientierten
Managements in Deutschland –

von Rolf Bühner, Patrick Stiller und Anja Tuschke
Der vorliegende Beitrag analysiert Legitimitätsbedingungen für die Ersteinführung von wertorientierten Managementsystemen in deutschen Unternehmen. Es zeigt sich, dass diese gesellschaftlich kontrovers diskutierten Managementsysteme als erste von besonders erfolgreichen und großen Unternehmen eingeführt werden. Darüber hinaus sind für die Einführung Führungspersonen verantwortlich, die neu im Amt sind und die als Promotoren den Wandel im Unternehmen initiieren. Die Arbeit trägt zur Erklärung des Wandels in einem nicht legitimen institutionellen Umfeld bei.
S. 715



Liebe Leser
,

gestiegene Kosten veranlassen uns, ab 1. Januar 2005 die Preise für die „zfbf„ zu erhöhen. Der Einzelheft-Preis steigt auf 14,–– Euro und der Preis für das Jahresabonnement auf 153,–– Euro inkl. MwSt. und Versand im Inland. Verlag und Schriftleitung werden Ihnen für Ihr Verständnis mit einem entsprechenden Informationswert der „zfbf„ danken.

Mit den besten Wünschen für 2005 
Ihre Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH


„Diagnosis Related Groups„ (DRG) und kosteneffiziente Steuerungssysteme im Krankenhaus
von Erich Frese, Michael Heberer, Thomas Hurlebaus und
Patrick Lehmann

Deutsche Krankenhäuser sind ganz überwiegend Teil eines staatlich regulierten Gesundheitssystems. Gleichwohl werden Kostenbewusstsein und Kostenverhalten der Akteure bis zu einem gewissen Grad durch Marktdruck bestimmt, dessen Intensität und Wirkungsweise entscheidend von der Struktur des jeweiligen Entgeltsystems für stationäre Leistungen abhängen. Der Beitrag analysiert unter Rückgriff auf das Konzept des angemessenen Behandlungsplanes Rationalisierungs- und Margeneffekte, die von der vorgesehenen Einführung der fallbezogenen Vergütung auf der Basis so genannter Diagnosis Related Groups (DRG) ausgelöst werden. Es wird eine organisationstheoretisch fundierte Typologie alternativer Entgeltsysteme entwickelt und gezeigt, dass die Einführung des DRG-Systems den Kostendruck verstärkt. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwieweit traditionelle betriebswirtschaftliche Controlling-Konzepte den Herausforderungen des Kostenmanagements im Krankenhaus gerecht werden können.
S. 737

Fernsehen im Zeitalter von Networked Personal Video
Recordern

von Michel Clement
Digitale Video Recorder mit integrierter Festplatte nehmen Fernsehfilme auf und legen diese als Datei auf der Festplatte des Gerätes ab. Diese Geräte lassen sich über das Internet vernetzen und erlauben so die (illegale) Online-Distribution von Aufzeichnungen. Durch diese Innovation in der Unterhaltungsindustrie entstehen zunehmend neue Services, die erheblichen Einfluss auf das Geschäftsmodell der Free- und Pay-TV-Sender haben. Dieser Beitrag diskutiert das Gefährdungspotenzial in Abhängigkeit der TV-Formate und liefert konkrete Ansätze für TV-Sender, wie sie sich dem neuen Wettbewerb stellen können.
S. 760

Diefenbach, Thomas
Kritik und Neukonzeption der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre auf sozialwissenschaftlicher Basis
D. Schneider
S. 780


Müller-Stewens, Günter/Lechner, Christoph
Strategisches Management
H. Hungenberg
S. 781

 
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