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November   zfbf 2004

Unternehmensbesteuerung und
die Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge
von Dietmar Wellisch
Die Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in vielen anderen Ländern und die besondere Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland lassen erwarten, dass die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland in Zukunft von zwei Durchführungswegen dominiert wird – der Direktzusage und der Vorsorge über Pensionsfonds. Der vorliegende Beitrag untersucht, welcher dieser beiden Durchführungswege für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus steuerlicher Sicht vorteilhaft ist. Dabei wird zwischen unterschiedlichen Unternehmen, die die betriebliche Altersvorsorge vornehmen, differenziert. Insbesondere für Kapitalgesellschaften zeigen sich Vorteile einer Direktzusage gegenüber Pensionsfonds: Werden die Mittel zur Finanzierung von Direktzusagen unternehmensextern mit einer Strategie angelegt, die dem Anlageverhalten von Pensionsfonds entspricht, so ist die Direktzusage aus steuerlicher Sicht der betrieblichen Altersvorsorge über Pensionsfonds überlegen.
S. 599

Besteuerung von Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter bei Einkommensteuerprogression
von Stefan Winter
Seit dem Aufkommen der Optionsvergütung in deutschen Unternehmen wird auch die Besteuerung der Berechtigten intensiv diskutiert. Eine zentrale Fragestellung hierbei ist, ob eine Besteuerung des Optionswertes bei Gewährung der Optionen oder erst bei Ausübung erfolgen sollte und welche dieser Varianten vorteilhaft für die Berechtigten ist. Neben dieser Betrachtung ist allerdings auch zu hinterfragen, welche Besteuerungsalternative aus steuersystematischer Sicht zweckmäßiger erscheint.
Im vorliegenden Beitrag kann gezeigt werden, dass aus Sicht der Optionsberechtigten beide Besteuerungsalternativen vorteilhaft sein können. Dazu muss allerdings angenommen werden, dass die Berechtigten Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind, da ansonsten der Besteuerungszeitpunkt irrelevant ist. Die Irrelevanz des Besteuerungszeitpunktes gilt allerdings nur bei konstanten Steuersätzen.
Aus steuersystematischer Sicht ist bei Vorliegen von Verfügungsbeschränkungen die Anfangsbesteuerung deutlich ungünstiger zu beurteilen als die Endbesteuerung, unabhängig davon ob der Berechtigte einem konstanten oder progressiven Steuersatz unterworfen ist.
S. 618

Kulturschock in Deutschland? – Zeitlicher Verlauf und Leistungseffekte der kulturellen Anpassung asiatischer Führungskräfte in Deutschland
von Stefan Eckert, Susanne Rässler, Stefanie Mayer und Wolf Bonsiep
Im Zuge der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland treten Inkompatibilitäten zwischen der kulturellen Prägung des Entsandten und der Kultur des Gastlandes auf. Es ist davon auszugehen, dass diese die Leistung des Entsandten beeinträchtigen (können). In der Literatur wird bezüglich des zeitlichen Verlaufs der Angepasstheit von Entsandten an die Kultur des Gastlandes von einem U-förmigen Verlauf ausgegangen, wobei der sich nach einiger Zeit einstellende Tiefpunkt als „Kulturschock„ bezeichnet wird. Insbesondere die Angepasstheit von asiatischen Entsandten in westlichen Gastländern sowie deren Entwicklung über die Zeit stellt dabei ein weitgehend unerforschtes Phänomen dar. Über eine schriftliche Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens wurden in Deutschland ansässige Entsandte asiatischer Unternehmen in Bezug auf ihre Angepasstheit befragt. Die Ergebnisse wurden anschließend mittels statistischer Analysen ausgewertet. Ein ausgeprägt U-förmiger Verlauf der Anpassung – wie er durch den Begriff „Kulturschock„ impliziert ist – kann nicht nachgewiesen werden.
S. 639

Klaus Brockhoff 65 Jahre
von Sönke Albers
S. 660

Otto H. Jacobs zum 65. Geburtstag
von Ulrich Schreiber
S. 663

Tracking Stocks
von Sabine Langner
Tracking Stocks sind Geschäftsbereichsaktien, die versuchen, den Erfolg eines Geschäftsbereichs nachzuzeichnen, ohne dass der Geschäftsbereich aus dem Unternehmen herausgelöst wird. Durch die Konstruktion können die Vorteile einer externen Finanzierung über den Markt mit denen einer internen Finanzierung verbunden werden. Gleichzeitig gibt es Kontrollprobleme. Der Aufsatz befasst sich mit der Ausgestaltung der Tracking Stocks und den daraus resultierenden Vor- und Nachteilen und gibt eine Übersicht über die bisher zu Tracking Stocks durchgeführten empirischen Studien. Die Analyse zeigt, dass Tracking Stocks nur für bestimmte
Unternehmenskonstellationen wertsteigernd sind.
S. 666

Günter, Bernd/Helm, Sabrina (Hrsg.)
Kundenwert. Grundlagen – Innovative Konzepte – Praktische Umsetzungen
M. Bruhn
S. 685

Tipke, Klaus
Die Steuerrechtsordnung
D. Schneider
S. 686

 
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