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August   zfbf 2010

Digitalisierung Einfluss der Digitalisierung auf den Stellenwert von Senderechten als Kernressource von Fernsehsendern Stefan Ulrich Radtke Durch die fortschreitende Digitalisierung des Fernsehens sehen sich etablierte Fernsehsender des analogen Zeitalters zunehmend mit intensiviertem Wettbewerb und einer sich ändernden und fragmentierenden Nachfrage konfrontiert. Ihre Rolle als Intermediäre zwischen Produzenten von Inhalten und Zuschauern verliert an Relevanz, weshalb der vorliegende Artikel den Einfluss der Digitalisierung auf den Stellenwert von Senderechten als Kernressource für etablierte Fernsehsender analysiert. Die Resultate belegen, dass Senderechte auch im digitalen Zeitalter einen Wettbewerbsvorteil generieren, dessen Nachhaltigkeit aufgrund von Duplikationsmöglichkeiten jedoch nur beschränkt vorhanden ist. S. 482-502

Aufsichtsrat Der Einfluss der Aufsichtsratszusammensetzung auf die Präsenz von Frauen in Aufsichtsräten Jana Oehmichen / Marc Steffen Rapp / Michael Wolff Der Deutsche Corporate Governance Kodex fordert, „bei der Besetzung des Vorstands und Aufsichtsrats auf eine ausreichende Vielfalt“ zu achten . Mit einem Frauenanteil von knapp 4% auf der Kapitalseite deutscher Aufsichtsräte war man von diesem Ziel im Jahr 2007 noch weit entfernt. Diese Studie analysiert, welche Dimensionen der Aufsichtsratszusammensetzung diesen geringen Anteil von Frauen im Aufsichtsrat erklären. Die Analysen umfassen die in den Jahren 1998 bis 2007 im CDAX gelisteten Unternehmen. Es zeigt sich, dass insbesondere die Zugehörigkeit zum eng verflochtenen Netz deutscher Aufsichtsräte einen negativen Effekt auf die Präsenz von Frauen auf der Kapitalseite von Aufsichtsräten hat. Demgegenüber hat der Anteil von Männern, die bereits Erfahrungen mit weiblichen Aufsichtsräten der Kapitalseite gemacht haben, einen positiven Einfluss. Ein solcher positiver Effekt geht auch von Frauen auf der Arbeitnehmerseite aus. S. 503-532

Preismanagement Professionalisierung des Preismanagements auf Business-to-Business-Märkten: Die Rolle der Marktorientierung und der Unternehmenskultur Dirk Totzek / Sascha Alavi Auf Business-to-Business-Märkten besteht für viele Unternehmen ein hoher Professionalisierungsbedarf im Preismanagement. Die bisherige Forschung jedoch hat das Preismanagement auf diesen Märkten, insbesondere hinsichtlich der Erfolgsfaktoren intra¬organisationaler Preisprozesse, weitgehend vernachlässigt. Daher untersucht die vorliegen¬de Arbeit den Zusammenhang zwischen der Kultur und preisbezogenen Informations- und Koordinationsprozessen als Facetten eines marktorientierten Preismanagements und deren Auswirkungen auf zentrale Erfolgsgrößen. Auf Grundlage einer großzahligen, branchenübergreifenden Stichprobe zeigen wir, dass die Markt¬orientierung von preisbezogenen Informations- und Koordinationsprozessen den preisbezogenen Erfolg erhöht, der wiederum zu einer höheren Umsatzrentabilität führt. Darüber hinaus identifizieren wir zentrale Gestaltungsfaktoren, die den Zusammenhang zwischen der Marktorientierung des Preismanagements und den Erfolgsgrößen moderieren und so wichtige Implikationen für Unternehmen bieten. S. 533-562

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Investitionscontrolling im Web 2.0-Business: Eine Fallstudie zur Weiterentwicklung von Wert- und Kostentreibermodellen der Discounted-Cashflow-Methoden Christian Maaß / Gotthard Pietsch Im Zuge des besonderen Interesses an dem Web 2.0 erwiesen sich soziale Netzwerke wie StudiVZ oder Facebook in den letzten Jahren als äußerst begehrte Investitionsobjekte von Risikokapitalgebern. Dies führte zu sehr hohen Übernahmepreisen, obwohl diese Unternehmen über Jahre hinweg keine nennenswerten Einnahmen erwirtschaften konnten. Angesichts dessen mehren sich kritische Stimmen, die das wirtschaftliche Erfolgspotenzial sozialer Netzwerke grundsätzlich in Frage stellen. Dieser Beitrag entwickelt eine Systematik zur Analyse internetspezifischer Wert- bzw. Kostentreiber und demonstriert ihre Anwendung auf der Grundlage einer Fallstudie, die sich auf das werbefinanzierte Geschäftsmodell des Internetunternehmens StudiVZ richtet. Dabei wird nicht zuletzt deutlich, dass gerade werbefinanzierte Internetgeschäftsmodelle nur allzu leicht mit überzogenen Renditeerwartungen verknüpft werden, weil die zentralen Stellgrößen der Wertgenerierung nicht hinreichend Berücksichtigung finden. S. 563-594

 
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