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März   zfbf 2010

F&E-Koopetitionen Dysfunktionen in F&E-Koopetitionen: Präventivmaßnahmen und Kooperationserfolg Sascha G. Walter / Dirk Müller / Achim Walter Kooperationen mit Wettbewerbern (Koopetitionen) zählen zu den potenzialreichsten, aber auch riskantesten Formen von F&E-Kooperationen. Dieser Beitrag untersucht, inwiefern sich Unternehmen schon in der Anbahnungsphase vor negativen Konsequenzen derartiger Partnerschaften, so genannten Dysfunktionen, schützen können und wie sich Dysfunktionen gegebenenfalls auf den Kooperationserfolg, gemessen am Beziehungswert und der Zufriedenheit mit den Partnerleistungen, auswirken. Unseren Befunden zufolge vermindern Zielfit und Schutzvereinbarungen den ungewollten Abfluss wichtigen Wissens, der jedoch überraschenderweise durch Formalisierung verstärkt wird. Nur Zielfit wirkt einer strategischen Manipulation durch den Partner entgegen. Strategische Manipulation, nicht jedoch ein unintendierter Wissensabfluss beeinträchtigen den Kooperationserfolg. Unsere Befunde besitzen wichtige Implikationen für die zukünftige Forschung und das praktische Management von F&E-Koopetitionen. S. 134-159

Rekrutierung Interne versus externe Rekrutierung von Vorständen in deutschen Aktiengesellschaften Stefan Zimmermann Die Rekrutierung von Topmanagern ist von großer Bedeutung für Unternehmen und angesichts sinkender Verweildauern zunehmend wichtig. In Deutschland ist dieses Forschungsgebiet jedoch bisher vernachlässigt. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich unternehmensspezifische Faktoren auf die Entscheidung zwischen der Beförderung eines internen Kandidaten und der Berufung eines externen Managers auswirken. Auf Basis ökonomischer Theorien werden Hypothesen zum Einfluss der Unternehmensgröße, des Erfolgs und des Wachstums sowie des bisherigen Rekrutierungsvorgehens abgeleitet. Außerdem wird untersucht, ob ein zeitlicher Einfluss vorliegt. Dies wird für Besetzungen in großen deutschen Aktiengesellschaften zwischen 1987 und 2004 überprüft. S. 160-202

Einkommensteuer Pauschalierung der Einkommensteuer – Neue Anreize betrieblicher Entgeltpolitik Jan Voßmerbäumer Seit 2007 können Unternehmen die Steuer auf betriebliche Sachzuwendungen an Arbeitnehmer mit einem pauschalen Nominaltarif von 30% übernehmen. Daraus entstehen Anreize, regulär besteuerte Bruttolöhne durch pauschal besteuerte Sachzuwendungen zu ersetzen. Anhand eines Grenzbelastungsvergleichs wird erstmals gezeigt, dass eine Lohnumwandlung eine deutliche Reduzierung der Gesamtbelastung aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zur Folge hat. Die Belastungsvorteile können zur Reduzierung der Lohnkosten des Arbeitgebers genutzt werden oder dem Arbeitnehmer einen höheren Nettonutzen verschaffen. Konsequenz der Begünstigung können jedoch ineffiziente Allokationswirkungen und unerwünschte Distributionseffekte sein. S. 203-226

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Finanzierungsentscheidungen mittelständischer Unternehmen – Einflussfaktoren auf die Kapitalstruktur deutscher KMU Christoph Börner / Dietmar Grichnik / Frank Reize Die Entscheidung über die Finanzierung eines Unternehmens wird infolge ihrer Tragweite zu Recht als eine der schwierigsten unternehmerischen Entscheidungen angesehen. Gerade im Hinblick auf mittelständische Unternehmer ist diese Feststellung besonders evident, da kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Vergleich zu Großunternehmen Besonderheiten (Informationstransparenz, Diversifikation, Eigen¬tümerstruktur und Zugang zu Kapitalmärkten) aufweisen, die die Finanzierungsentscheidung einschränken können. Dennoch sind empirische Studien zur Finanzierungsentscheidung von KMU rar; eine empirische Analyse des Fremdfinanzierungsverhaltens für deutsche KMU fehlt bislang gänzlich. Zur Schließung dieser Forschungslücke überprüfen wir den Einfluss unternehmensbezogener Faktoren auf die Fremdfinanzierung mit einem aus dem KfW-Mittelstandspanel gewonnenen Sample von 10.692 Unternehmen. Wesentliches Ergebnis unserer Analyse ist, dass die Fremdfinanzierung deutscher KMU signifikant durch die Größe, das Alter, die Eigentümerstruktur, den Innovationsgrad und die Rentabilität eines Unternehmens beeinflusst wird. Die Ergebnisse machen die hohe Bedeutung einer bewussten Kapitalstrukturpolitik bei mittelständischen Unternehmern deutlich. S. 227-250

 
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