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Juni   zfbf 2002

Ein Discrete Choice-Modell zur Erklärung von Markentreue auf Grundlage von Theorien des Lernens und der wahrgenommenen Unsicherheit
von Bernhard Baumgartner und Harald Hruschka
Bekannte quantitative Modelle der Markenwahl – wie das bewährte Modell von Guadagni/Little (1983) – können Markentreue der Konsumenten zwar messen, nicht aber erklären. In dieser Arbeit wird ein Discrete Choice-Modell entwickelt, das auf verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen des Konsumentenverhaltens basiert. In einer Anwendung auf einen empirischen Paneldatensatz wird gezeigt, dass dieses Modell hinsichtlich der Anpassungsgüte mit dem Modell von Guadagni und Little vergleichbar ist, darüber hinaus aber einen Erklärungsansatz für Markentreue bietet und Managementimplikationen ermöglicht, die sich aus dem Modell von Guadagni und Little nicht ohne weiteres ergeben.

Investitionsanreize, Koalitionsverhalten und Gläubigerkonflikte
von Jochen Bigus
Untersucht wird das Investitionsverhalten, wenn Gläubigerkonflikte bestehen. Diese Konflikte werden von der Theorie zur Kapitalstruktur bislang kaum beachtet. Ist die Forderung eines Vorranggläubigers ausfallbedroht, kann er zusammen mit dem Schuldner einen Anreiz haben, ein weniger riskantes, aber ineffizientes Projekt durchzuführen - zu Lasten des Nachranggläubigers. Der Schuldner alleine wäre hieran nicht interessiert. Der Nachranggläubiger wird sein Kreditangebot beschränken, wenn er den "Sicherheitsanreiz" der Koalition antizipiert. Mitunter können vorteilhafte Projekte dann nicht finanziert werden. Haftet der Schuldner mit seinem Privatvermögen zugunsten des Nachranggläubigers, so kann das Problem entschärft oder verhindert werden.

Publikationsindikatoren und die Stabilität wirtschaftswissenschaftlicher Zeitschriftenrankings
von Axel Schlinghoff und Uschi Backes-Gellner
Der Forschungsoutput von Wissenschaftlern oder Fachbereichen soll – so der Vorschlag vieler Hochschulreformer – mit Hilfe der Zahl der Veröffentlichungen gemessen werden. Um eine Verzerrung der Ergebnisse zu vermeiden, müssen unterschiedliche Publikationsformen gewichtet werden. Die Berücksichtigung der Qualität von Zeitschriftenaufsätzen erfolgt oft durch Klassifizierung anhand von Zeitschriftenrankings. Wir stellen Rankings für deutschsprachige wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften auf Basis von Zitationsanalysen für die letzten drei Jahrzehnte vor und geben einen Überblick über bisher erstellte Rankings. Sollen Rankings zur weiteren Entscheidungsfindung herangezogen werden, so müssen sie aus organisationsökonomischer Sicht stabil bezüglich der Methodik ihrer Erstellung und stabil im Zeitablauf sein. Mit Hilfe von Korrelationsanalysen konnten wir zeigen, dass Rankings deutschsprachiger betriebswirtschaftlicher Zeitschriften sehr stabil sind. Rankings volkswirtschaftlicher Zeitschriften waren in den letzten 30 Jahren weniger stabil als betriebswirtschaftliche, sind aber trotzdem zwischen fast allen Zeitpunkten und Methoden positiv korreliert.

Messung und Darstellung von Beschaffungsleistungen
von Wolfgang Buchholz
Performance Measurement gewinnt für eine zielorientierte Steuerung aller Geschäftsprozesse und insbesondere auch für den Beschaffungsprozess zunehmend an Bedeutung. Da gerade Leistungsverbesserungen in der Beschaffung eine immense Hebelwirkung auf das Unternehmungsergebnis besitzen, ist die Messung und Darstellung der Einkaufsleistung eine wichtige Anforderung an ein modernes Beschaffungscontrolling. Der vorliegende Beitrag stellt einen Ansatz zur kostenfokussierten Leistungsmessung für die strategische Beschaffung dar, mit dessen Hilfe nachprüfbar und konsistent die Einsparungen des Einkaufs gemessen und dargestellt werden können.

Brandkamp, Michael
Bewertung für innovative Unternehmensgründungen
C. Herstatt S. 381

Herrmann, Andreas/
Homburg, Christian (Hrsg.)
Marktforschung, 2. Aufl.

F. Balderjahn
S. 382

Weiland, Christiane
Die Wirkung bankaufsichtlicher enkapitalanforderungen

W. Breuer
S. 384

Siefke, Michael
Externes Rechnungswesen als Datenbasis der Unternehmenssteuerung

M. Währisch
S. 386

Werner, Henning
Junge Technologieunternehmen – Entwicklungsverläufe und Erfolgsfaktoren

J. Wolf/M. Haberstroh S. 388

 
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