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Dezember   zfbf 2009

Zahlungsbereitschaftsintervalle Schätzung von Zahlungsbereitschaftsintervallen mit der Choice-Based Conjoint-Analyse Christian Schlereth / Bernd Skiera Für eine sinnvolle Preisgestaltung ist die Kenntnis über die Zahlungsbereitschaften von Konsumenten unerlässlich. Dabei wurde die Zahlungsbereitschaft immer als Punktschätzung aufgefasst, typischerweise als der Preis, der den Konsumenten indifferent zwischen Kauf und Nicht-Kauf des Produkts macht. Dieser Beitrag entwickelt ein Modell für die sehr populäre Choice-Based Conjoint-Analyse, das sehr leicht und ohne zusätzlichen Erhebungsaufwand Zahlungsbereitschaftsintervalle schätzt. Anhand einer empirischen Studie wird verdeutlicht, dass die Kenntnis von Zahlungsbereitschaftsintervallen vor allem interessante Einsichten über die Preissensitivität der Konsumenten sowie deren Kaufwahrscheinlichkeit bietet. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen zudem, dass die Schwankungen innerhalb des Zahlungsbereitschaftsintervalls für Produktkategorien groß sein können und dass das Ignorieren dieser zu nicht optimalen Preisentscheidungen führt. S. 838-856

Urheberrecht Reform der Einschränkung der Urheberrechte in Lehre und Forschung – Abschätzung von Zahlungsbereitschaften für flexibleren Zugang zu studienrelevanter Literatur Stefan Wagner Das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) begrenzt den Schutz des Urhebers beziehungsweise urheberrechtlich geschützter Werke in Fällen, in denen ein erhöhtes öffentliches Interesse am Zugang zu diesen Werken besteht. So regelt § 52a UrhG die öffentliche Zugänglichmachung von urheberrechtlich geschützten Werken im Rahmen von Unterricht und Forschung; § 52b UrhG beinhaltet Vorschriften zur digitalen Wiedergabe von geschützten Werken. Die gegenwärtig intensiv geführte Diskussion um eine Reform dieser beiden Regelungen ist vor allem von qualitativen Argumenten geprägt. Die vorliegende Arbeit präsentiert eine monetäre Bewertung der Auswirkungen, die sich auf Seiten von Studierenden bei einer Reform der genannten Paragraphen ergeben würden. Die Ergebnisse einer zu diesem Zweck durchgeführten kontingenten Bewertung (Contingent Valuation) zeigen, dass ein flexiblerer Zugang zu urheberrechtlich geschützten Materialien in der universitären Lehre und Forschung erhebliche positive Wohlfahrtseffekte erwarten lässt. Dieses Ergebnis ist nicht nur für politische Entscheidungsträger relevant, sondern auch vor allem für Urheber und Wissenschaftsverlage von hoher Bedeutung, da derzeit neue Mechanismen zum Ausgleich der Einschränkung ihrer Urheberrechte verhandelt werden. S. 857-880

Volatilitätsindex Zur Handelbarkeit der Volatilitätsindizes VDAX und VDAX-New der Deutsche Börse AG André Schöne Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Analyse der Handelbarkeit der beiden Volatilitätsindizes VDAX und VDAX-New der Deutsche Börse AG. Zunächst geht es darum, die Berechnungskonzepte beider Indizes vorzustellen und diese in Verbindung mit marktgehandelten derivativen Finanzinstrumenten zu bringen. Anschließend gilt es zu überprüfen, inwiefern der von der Deutsche Börse AG im April 2005 neu eingeführte VDAX-New sich tatsächlich durch eine im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem VDAX, verbesserte Handelbarkeit auszeichnet. Dies wird als ein entscheidendes Motiv für die Einführung des VDAX-New seitens des Indexbetreibers angeführt. Es wird gezeigt, dass eine Verbesserung hinsichtlich der Handelbarkeit durch die Neueinführung des VDAX-New nicht ohne weiteres gegeben ist. S. 881-910

Würdigung Arnold Picot zum 65. Geburtstag Egon Franck S. 911-913

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Die Basisrente: Kohortenabhängige Förderung und optimale Vertragsgestaltung Michael Eberhardt / Markus Mederer Seit 2005 ist das Alterseinkünftegesetz in Kraft, mit dem der Gesetzgeber das Ziel verfolgt, die private kapitalgedeckte Altersvorsorge mit der Basisrente als Ergänzung der umlagefinanzierten staatlichen Altersvorsorge zu stärken. Mit dem neuen Angebot stellt sich aus Perspektive des einzelnen Sparers die Frage, ob die Basisrente generell ein vorteilhafter Bestandteil der privaten Altersvorsorge ist. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Wirkung der Förderung kohortenmäßig starke Unterschiede aufweist und damit der sukzessive Übergang zur nachgelagerten Besteuerung nicht gerecht auf alle Generationen verteilt wird. Durch optimierte Vertragsgestaltung können in Kombination mit einer Anlagealternative beziehungsweise Aufteilung der Sparleistung auf mehrere Verträge vorteilhafte Angebote generiert werden. S. 914-941

 
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