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März   zfbf 2002

Studentische Unternehmens- gründungen – dank oder trotz Förderung?
von Nikolaus Franke und Christian Lüthje
Es ist bisher nicht bekannt, inwieweit studentische Unternehmensgründungen durch die zahlreichen Unterstützungsangebote gefördert werden können, oder ob die Gründungsentscheidung durch kurzfristig kaum veränderliche Persönlichkeitseigenschaften geprägt wird. In einer empirischen Untersuchung wird zunächst die tatsächliche und potentielle Bedeutung studentischer Unternehmensgründungen aufgezeigt. Der kovarianzstrukturanalytische Test eines Kausalmodells zeigt, dass sowohl die Wahrnehmung des Umfeldes als auch die Persönlichkeit der Studenten wesentliche Erklärungsbeiträge zur Frage leisten, ob ein Student ein Unternehmen gründen wird. Die Befunde erlauben Schlussfolgerungen für die universitäre Gründungsförderung: Empfohlen wird eine Maßnahmenkombination von Hilfsangeboten, Selektion der Studenten und kommunikativen Maßnahmen, die das Gründerimage befördern.
S. 96

Nachfragerbündelung
von Markus Voeth
Bundling-Phänomene werden in der Literatur in vielfältiger Hinsicht diskutiert. Relativ selten wird allerdings die Bündelung des Bedarfs verschiedener Nachfrager betrachtet. Diese im vorliegenden Beitrag als Nachfragerbündelung bezeichnete Bundling-Form wird anhand eines einfachen ökonomischen Modells untersucht. Hierbei zeigt sich, dass sich Anbieter und Nachfrager durch Nachfragerbündelungen ökonomisch besser stellen können, dass der Realisation der möglichen Zusatzgewinne allerdings Quasirentenverteilungsprobleme entgegenstehen. Diese führen – wie bei Nachfragerbündelungen im Internet beobachtbar – zum Auftreten von Intermediären, die den Nachfragern die Bündelungsaktivitäten abnehmen und hierfür die ansonsten nicht realisierbaren Bündelungsgewinne einbehalten.
S. 113

„Unternehmensbewertung unter Unsicherheit“, oder: Theoriedefizit einer künstlichen Diskussion über Sicherheitsäquivalent- und Risikozuschlagsmethode –  Anmerkungen (nicht nur) zu dem Beitrag von Bernhard Schwetzler in der zfbf
(August 2000, S. 469-486)

von Wolfgang Kürsten
S. 128

Das Ende des Ertragswertverfahrens? Replik zu den Anmerkungen von Wolfgang Kürsten zu meinem Beitrag in der zfbf (August 2000, S. 469–486)
von Bernhard Schwetzler
S. 145

Entwicklungsperspektiven der Rechnungslegung in Deutschland
Gesetzgeber, Rechnungsleger und Wissenschaftler stehen in Deutschland in den nächsten Jahren vor einer großen Herausforderung: Die Anpassung der Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften an international anerkannte Grundsätze. Nach einem Vorschlag der EU-Kommision sollen kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen ab dem Jahr 2005 verpflichtet werden, ihre Konzernabschlüsse nach den Intenational Accounting Standards (IAS) aufzustellen. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten vorschreiben oder gestatten dürfen, dass die IAS auch auf die Konzernabschlüsse anderer Unternehmen und auf Einzelabschlüsse angewendet werden. In Deutschland werden die Fragen kontrovers diskutiert, in welchem  Ausmaß und in welcher Weise der deutsche Gesetzgeber die Optionen der Verordnung ausüben sollte.


Die deutsche Rechnungslegung vor einem Paradigmawechsel
von Walther Busse von Colbe
In diesem Beitrag wird zunächst gezeigt, welche Schritte der deutsche Gesetzgeber bisher schon zur Anpassung der Rechnungslegung der Konzerne an international anerkannte Grundsätze unternommen hat und welche Konsequenzen sich aus alternativen Wahrnehmungsmöglichkeiten der Optionen aus der Verordnung ergeben können. Der Übergang von einer primär auf Gläubigerschutz und Kapitalerhaltung zu einer auf Informationsvermittlung ausgerichteten Rechnungslegung würde geradezu einen Paradigmawechsel bedeuten.
S. 159

International vergleichbare
und qualitativ hochwertige
deutsche Jahresabschlüsse durch Anwendung der IAS/IFRS

von Hans-Georg Bruns
Im anschließenden Beitrag stellt der deutsche Vertreter im IASB die Aufgabenstellung des Boards, die Anforderungen an die Standards und die Auswirkungen auf die deutsche Rechnungslegung dar. Der Gesetzgeber hat dem gemäß § 342 HGB etablierten Deutschen Standardisierungsrat (DSR) die Aufgabe gestellt, an der internationalen Standardisierung mitzuwirken, Grundsätze der Konzernrechnungslegung zu entwickeln und das Bundesjustizministerium bei Gesetzesvorhaben zur Rechnungslegung  zu beraten. Das erfordert eine Beteiligung der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft und Unterstützung des DSR.
S. 173

Internationale Harmonisierung der Rechnungslegung und
ihre Fortentwicklung – Anforderungen an börsennotierte Großkonzerne in Deutschland

von Edgar Ernst
In diesem Beitrag betrachtet der Vertreter einer großen börsennotierten Großunternehmung (Deutsche Post AG) die Entwicklung der Rechnungslegung und die weiteren Perspektiven aus Unternehmenssicht. Viele Unternehmen spüren erst jetzt, dass die Umstellung auf internationale Rechnungslegungsvorschriften allein nicht ausreicht, um an den internationalen Kapitalmärkten konkurrenzfähig zu sein. Daher ist zu prüfen, welchen Anforderungen sie gerecht werden müssten, um den Entwicklungen der internationalen Rechnungslegung zu begegnen, und welche investororientierten Maßnahmen sie ergreifen müssten, um am Kapitalmarkt konkurrenzfähig zu sein.
S. 181

Einfluss der internationalen Rechnungslegung auf die
Controlling- und Bilanzierungsorganisation

von Dirk Ohlms, Claude Tomaszewski und Klaus Trützschler
In diesem Beitrag betrachten Vertreter einer in Privatbesitz befindlichen Großunternehmung (Haniel & Cie. GmbH) die Entwicklung der Rechnungslegung und die weiteren Perspektiven aus Unternehmenssicht. Mit dem EU-Verordnungsentwurf rückt die Vision einer weltweit einheitlichen Bilanzierung unter Einschluss der US-GAAP näher. Wünschenswerte Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das vorgesehene Staatenwahlrecht zur Anwendung der IFRS auf die Einzelabschlüsse von allen Mitgliedsländern wahrgenommen und die Maßgeblichkeit der Handels- für die Steuerbilanz aufgegeben würde.
S. 191


Ahlert, Dieter/Kenning, Peter/Schneider, Dirk
Markenmanagement im Handel
H. Sattler S. 204

Meier-Kortwig, Klaus
Entwicklung komplexer Großserienprodukte
H.-H. Schröder S. 204

Kräkel, Matthias
Ökonomische Analyse der betrieblichen Karrierepolitik
K. Pull   S. 207

Tipke, Klaus
Die Steuerrechtsordnung, Band I
D. Schneider  S. 209

Wielenberg,Stefan
Investitionen in Outsourcing-Beziehungen
E. Korn S. 210

 
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