Der Reihenfolgeeffekt auf Präferenzen
von Heribert Gierl und Hans Höser
In dem Beitrag wird der Effekt der Reihenfolge, in der Personen über Alternativen informiert werden, auf ihre Präferenzen untersucht. Basierend auf der Prospect-Theorie und Lerntheorien wird behauptet, dass diejenige Alternative, mit der sich ein Entscheider zuerst kognitiv auseinander setzt, einen Präferenzvorteil erlangt. Diese Hypothese kann anhand von Befunden aus einem Experiment mittels Conjoint-Analyse und von Ergebnissen aus einer Feldstudie im Handel belegt werden. Es wird an Beispielen dargestellt, in welchen Bereichen dieser Effekt genutzt werden könnte.
S. 3
Ist der Ablauf der Lock-up-Frist bei Neuemissionen ein kursrelevantes Ereignis?
von Eric Nowak und Alexandra Gropp
Der Ablauf der Lock-up-Frist ist ein kursrelevantes Ereignis. In dem Beitrag werden Kursreaktionen auf das Ende der Lock-up-Frist bei 142 Unternehmen des Neuen Marktes untersucht. Da der Ablauf der Sperrfrist bereits zum Zeitpunkt des Börsengangs bekannt ist, wird bei einem (semi-) informationseffizienten Kapitalmarkt durchschnittlich keine Kursreaktion erwartet. Im Rahmen einer Ereignisstudie wird gezeigt, dass sich am Ende der Sperrfrist signifikant negative Überrenditen ergeben. Durch eine differenzierte Analyse wird festgestellt, dass firmenspezifische Faktoren (Volatilität, Performance, Free Float) die Kursreaktionen am Ende der Lock-up-Periode beeinflussen. Die Ergebnisse belegen die Notwendigkeit von mehr Transparenz nach dem Börsengang. Sie rechtfertigen die Erweiterung der insiderrechtlichen Meldepflichten im Rahmen des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes.
S. 19
Aktienbasierte Entlohnung zur Bewerberauswahl am Arbeitsmarkt für Führungskräfte
von Anja Tuschke
Der Beitrag analysiert den Einfluss von Aktienplänen auf die Bewerberauswahl am externen und internen Arbeitsmarkt für Führungskräfte. Auf Grundlage von Selbsteinordnungs-Verfahren sowie der Theorie unvollkommener Verträge wird gezeigt, dass Vertragsangebote mit Aktienplänen die Rekrutierung beziehungsweise Beförderung von Bewerbern unterstützen, die eine hohe Fähigkeit zur Marktwertsteigerung aufweisen. Ein Verzicht auf Aktienpläne beeinträchtigt dagegen die Chancen des Unternehmens, marktwertorientierte Bewerber zu gewinnen beziehungsweise langfristig zu binden.
S. 46
Adoption innovativer Telekommunikationsdienste – Validierung der Rogers-Kriterien bei Vorliegen potenziell heterogener Gruppen
von Manfred Krafft und Thorsten Litfin
Innovative Telekommunikationsdienste wie ISDN, DSL oder UMTS-Mobilfunk bieten aus Sicht eines Anbieters hohe Erfolgspotenziale, aber auch substanzielle Risiken, ob diese Dienste von vielen Kunden angenommen werden und sich somit profitable Geschäftsmodelle entwickeln lassen. Als zentrale Adoptionsfaktoren werden dabei die so genannten Rogers-Kriterien angesehen. Die Autoren untersuchen im Rahmen einer großzahligen Studie, ob diese Kriterien auf die Adoption eines innovativen Telekommunikationsdienstes angewandt werden können. Die Autoren zeigen, dass die validierten Rogers-Kriterien selbst bei einer getrennten Analyse von Adoptern und Nicht-Adoptern Gültigkeit besitzen. Es sind jedoch signifikante systematische Unterschiede in den Faktorladungen dieser beiden Gruppen festzustellen, die auf unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und Präferenzen zurückgeführt werden.
S. 64
Giesel, Franz/
Glaum, Martin (Hrsg.)
Globalisierung
H.-D. Haas S. 84
Schaumburg, Harald/Schulte, Christoph
Die KGaA – Recht und Steuern in der Praxis
M. Hölzl S. 86
Scheuble, Sven
Wissen und Wissenssurrogate
H. Jansen S. 87
Schmidt-Gallas, Dirk
Nachfragerorientierte Produktgestaltung auf Investitionsgütermärkten
G. Wübker S. 89
Thielmann, Bodo
Strategisches Innovations-Management in konvergierenden Märkten
J. U. Becker S. 90