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Dezember   zfbf 2008

Der Einfluss von Rankings auf den Absatz – Eine empirische Analyse der Wirkung von Bestsellerlisten und Rangpositionen auf den Erfolg von Büchern
Michel Clement/Anke Hille/Bernd Lucke/Christina Schmidt-Stölting/Frank Sambeth

Ranglisten faszinieren Menschen – jeder möchte gerne den Wettbewerb dokumentiert sehen oder sich einordnen können. Neben der reinen Unterhaltung haben Ranglisten aber auch erhebliche psychologische und ökonomische Wirkungen auf zahlreiche Marktakteure. Auf der Basis eines umfangreichen Datensatzes aus der Buchbranche (609 Bücher) und zahlreichen Kontrollvariablen konzentrieren wir uns auf zwei Fragen: Zum einen untersuchen wir den Effekt der Positionierung eines Buches in der Bestsellerliste auf den wöchentlichen Absatz. Zum anderen suchen wir nach möglichen Schwellenwerten (z.B. die Top 10) in der Bestsellerliste. Mittels Paneldatenanalysen zeigen wir, dass in der kurzen Frist ein hoch signifikanter Erfolgsbeitrag der Bestsellerliste (Top 50) insgesamt vorliegt, d.h. es liegen keine Schwellenwerteffekte vor. In der langen Frist finden wir hingegen ausschließlich signifikante Effekte von Schwellenwerten. Dort weisen die Positionen innerhalb der Top 10 bzw. Top 20 in der Vorperiode einen signifikant positiven Effekt auf, allerdings findet sich kein Effekt der Bestsellerliste, wenn Positionen unterhalb der Top 20 belegt werden.
S.746-777

Strategische Implikationen einer geringen Fertigungstiefe für die Automobilindustrie
Hans-Christian Krcal

Der Beitrag nimmt die von Hans-Werner Sinn suggerierte makroökonomisch geprägte Feststellung, eine geringe Fertigungstiefe sei Ausdruck einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, die sich exemplarisch am Branchenbeispiel der Automobilindustrie nachvollziehen lasse, zum Anlass einer Analyse der Fertigungstiefe in der Automobilindustrie. Geringe Fertigungstiefen sind in dieser Branche unter bestimmten Bedingungen Ausdruck von Wettbewerbsstärke. Zielsetzung der vorliegenden Analyse ist die Herausarbeitung strategisch empirischer Entscheidungskriterien, die zu niedriger bzw. hoher Fertigungstiefe in der Automobilindustrie führen. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ergibt sich anhand des Wertschöpfungsverständnisses, der branchenspezifischen Empirie und der bekannten theoretischen Erklärungsansätze einer niedrigen Fertigungstiefe, eine vielschichtige unternehmensstrategische Behandlung der Fertigungstiefe.
S.778-808

Stand der de facto-Konvergenz von IFRS und US-GAAP – Eine empirische Analyse der Überleitungsrechnungen nach Form 20-F von Unternehmen aus der Europäischen Union
Michael Dobler/Nina Günther

Der Beitrag prüft den Stand der de facto-Konvergenz von IFRS und US-GAAP anhand der Überleitungsrechnungen gemäß Form 20-F von 114 europäischen IFRS-Bilanzierern. Die Analyse von 1.928 Einzelposten verdeutlicht die Heterogenität und das oft wesentliche Ausmaß der Differenzen zwischen den Ergebnis- und Eigenkapitalgrößen nach IFRS und nach US-GAAP. Diese gründen vorrangig auf hohen Teildifferenzen aus der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen, immateriellen Vermögenswerten und Pensionen. Neben der Branchenzugehörigkeit beeinflussen die Erstanwendung von IFRS und die Rechnungslegungstradition die ausgewiesenen Differenzen. Die Ergebnisse offenbaren einen bislang geringen Stand der de facto-Konvergenz und deuten auf Umstellungseffekte sowie international inkonsistente Anwendung der Standards hin. Insbesondere implizieren die parallelen Abschlussgrößen eine frühere Gewinnvereinnahmung nach US-GAAP und insoweit eine vorsichtigere Bilanzierung nach IFRS, die in common law-Staaten stärker ausgeprägt ist als in code law-Staaten. Neben der Branchenzugehörigkeit beeinflussen die Erstanwendung von IFRS und die Rechnungslegungstradition die ausgewiesenen Differenzen. Die Ergebnisse offenbaren einen bislang geringen Stand der de facto-Konvergenz und deuten auf Umstellungseffekte sowie international inkonsistente Anwendung der Standards hin. Insbesondere implizieren die parallelen Abschlussgrößen eine frühere Gewinnvereinnahmung nach US-GAAP und insoweit eine vorsichtigere Bilanzierung nach IFRS, die in common law-Staaten stärker ausgeprägt ist als in code law-Staaten.
S.809-845

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Theoria cum praxi – Bemerkungen zur Entwicklung der  Managementausbildung
seit 100 Jahren

Wulff Plinke

Die Entwicklung der Managementausbildung in den letzten hundert Jahren wird in drei Phasen dargestellt – die erste, geboren aus der Not der Praxis, von den Universitäten eine anspruchsvolle Managementausbildung zu bekommen, die zweite, geboren aus der Sorge, dass die wissenschaftliche Qualität der Managementausbildung verkommt und eine dritte, deren Konturen noch unscharf sind: die Managementausbildung der Zukunft, gekennzeichnet durch eine wirkungsvolle Verbindung von Theorie und Praxis.
S.846-863

 

 
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