Inter-Organisationale Ausgestaltung der Entscheidungszentralisierung und produktive Effizienz: Eine empirische Analyse am Beispiel des Franchising
Thomas Ehrmann/Julian Dormann
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beziehung zwischen der Zentralisierung von Entscheidungsmacht und der produktiven Effizienz von Business-Format-Franchisenetzwerken. Auf Grundlage einer Stichprobe von 83 deutschen Systemen erfolgen mithilfe der Data Envelopment Analysis zunächst konkrete Effizienzmessungen. Hierauf aufbauend zeigt sich ein positiver Zusammenhang zwischen Zentralisierungsgrad und Netzwerkeffizienz. Weitgehend konsistent mit Vorhersagen der positiven Agency-Theorie finden sich Hinweise darauf, dass die Intensität dieses Zusammenhangs durch die Verteilung spezifischer Wissensressourcen und durch den Einsatz von Anreizmechanismen bestimmt wird.
S. 326
Imply-Benefit-Attribute im Bereich häufig gekaufter Konsumgüter
Heribert Gierl/Tina Großmann
In dieser Abhandlung wird die Frage behandelt, wie Konsumenten auf Produktmerkmale reagieren, die für sie leicht durchschaubar nur in anderen Bereichen einen Nutzen stiften, aber keinen Nutzen im beworbenen Produkt aufweisen (z.B. echtes Gold in einer Seife, Wellnessfrüchte in einer Marmelade, Diamantenstaub in einem Nagelhärter). Wir bezeichnen solche Attribute als Imply-Benefit-Attribute und erörtern auf Basis von Konsumentenverhaltenstheorien und elf Experimenten deren Wirkung. Das zentrale Ergebnis lautet, dass derartige Produktmerkmale eine positive Wirkung aufweisen, es sei denn, hoch involvierte Konsumenten könnten dadurch von der Verarbeitung anderer starker Kaufargumente abgelenkt werden.
S. 355
Anreize in Turnieren mit heterogenen Teilnehmern Eine empirische Untersuchung mit Daten aus der Fußball-Bundesliga
Bernd Frick/Oliver Gürtler/Joachim Prinz
Obwohl in der theoretischen Literatur zu Turnieren vielfach argumentiert wird, dass diese nur dann ihre vollständige Anreizwirkung entfalten, wenn das Teilnehmerfeld annähernd homogen ist, gibt es dazu bislang kaum empirische Befunde. Unter Verwendung von Informationen über insgesamt 756 Spiele der 1. Fußball-Bundesliga können wir zeigen, dass die Spielintensität gemessen anhand der vom jeweiligen Schiedsrichter verhängten Disziplinarmaßnahmen bei heterogenen Gegnern weniger stark ausgeprägt ist wie bei annähernd ausgeglichenen Mannschaften. Gegeben dieses Resultat sollten Personalverantwortliche bei der Zusammensetzung unternehmensinterner Turniere darauf achten, dass miteinander konkurrierende Mitarbeiter möglichst ähnliche Fähigkeiten aufweisen.
S. 385
Kontaktstudium
Diversity-Management auf dem Vormarsch. Eine empirische Analyse der deutschen Unternehmenspraxis
Stefan Süß
Das Konzept des Diversity-Managements erlebt zurzeit in Wissenschaft und Praxis gleichermaßen eine boomartige Verbreitung. Auf Grundlage einer empirischen Analyse der Gründe seiner Verbreitung und seiner Gestaltung in der Praxis sowie seines von Unternehmen erwarteten Nutzens werden im vorliegenden Beitrag Hinweise für die Beantwortung der Frage gesammelt, ob die Etablierung des Diversity-Managements in Deutschland eine anhaltende Entwicklung darstellt. Dabei lassen sich sowohl Indizien finden, die eine Modeerscheinung nahe legen, als auch solche, die für seine dauerhafte Etablierung sprechen. Vor dem Hintergrund zu erwartender Veränderungen der Personalstrukturen von in Deutschland agierenden Unternehmen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass das Management personeller Vielfalt zukünftig unter bestimmten Bedingungen fester Bestandteil vieler Unternehmen sein muss.
S. 406
Rezension
Stefan Menzel,
Prognose der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen und der Wirkung von Marketingansprachen im Privatkundengeschäft von Banken Empirischer Vergleich alternativer Modelle zur Steuerung des Direktmarketing
S. 431