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Mai   zfbf 2008

Aufbau, Durchführung und Leistungsmessung eines CPFR-Pilotprojekts im Handel
Jürgen Wicht/Axel Hopp/Gerhard Arminger

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) gilt als erfolgversprechende Weiterentwicklung des Efficient-Consumer-Response-Konzeptes (ECR) und hat eine besondere Bedeutung in der Konsumgüterindustrie erlangt. Bisher fehlen jedoch umfassende Dokumentationen und Bewertungen größerer CPFR-Anwendungen im Handel. Auf der Basis eines bei der METRO AG durchgeführten CPFR-Pilotprojekts, das in Aufbau und Durchführung beschrieben ist, wird die Prozessleistung anhand ausgewählter Kennzahlen dokumentiert. Aus den Ergebnissen werden mögliche Konsequenzen sowohl in Bezug auf das beschriebene Pilotprojekt als auch auf das CPFR-Modell im Allgemeinen abgeleitet.
S. 214-240


Eine Überdosis an Kooperation vermeiden!  Empirische Erkenntnisse zum Erfolg der Supply-Chain-Organisation

Karl-Hendrik Magnus/Ann-Marie Nienaber/Gerhard Schewe/Ulrich Thonemann

Aufgrund der niedrigen Umsatzmargen europäischer Einzelhändler wurde in der betriebswirtschaftlichen Forschung der vergangenen Jahre zunehmend die Effizienz von Supply-Chain-Kooperationen in den Fokus gerückt. Der Nutzen solcher Kooperationen wird jedoch von den unterschiedlichen Parteien, dem Handel und der Industrie, kontrovers bewertet. Dieser Aufsatz will aus der Perspektive des Einzelhandels zeigen, welchen Einfluss eine Supply-Chain-Kooperation zwischen Einzelhandel und Konsumgüterhersteller auf den Supply-Chain-Erfolg des Händlers hat, welche Faktoren die Intensität der Supply-Chain-Kooperation beeinflussen und welche Handlungsempfehlungen sich für das Supply-Chain-Management eines Einzelhänd-lers ableiten lassen. Hierfür wird in diesem Aufsatz ein Wirkungsmodell zur Supply-Chain-Kooperation des Einzelhandels mit seinen Herstellern hergeleitet. Die Ergebnisse der kausalanalytischen Auswertung der empirischen Untersuchung des europäischen Einzelhandels weisen darauf hin, dass Supply-Chain-Manager einen offenen Informationsfluss zwischen den Transaktionspartnern etablieren und informelle Aspekte wie Vertrauen und persönlichen Kontakt beachten sollten, um einen größeren Erfolg des Kooperationsprojektes zu erzielen. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung auf, dass eine enge Zusammenarbeit über den Informationsaustausch hinaus zwischen den Transaktionspartnern zu einer deutlichen Verringerung der Supply-Chain-Leistung führen kann und dass bei einer hohen Komplexität eine intensive Kooperation der gemeinsamen Prozesse auf ein geringes Niveau zu senken ist.
S. 241-276

 

Führungsstile und der Verbleib von Mitarbeitern in der Post-Akquisitions-Integrationsphase
Lars Schweizer/Holger Patzelt

Dieser Beitrag untersucht die relative Einflussstärke unterschiedlicher Führungsstile auf die Entscheidung von Mitarbeitern, nach einer Akquisition im neuen Unternehmen zu bleiben. Hierzu wird ein theoretisches Leadershipmodell von Sitkin/Pablo (2004) zugrunde gelegt, das aus sechs Führungsstilen (persönlich, beziehungsfördernd, kontextbezogen, inspirierend, unterstützend, „stewardship“) besteht. Die Relevanz und Einflussstärke der Führungsstile wurde auf Basis einer Conjoint-Studie mit 1600 Entscheidungen von 50 Mitarbeitern überprüft. Es wird gezeigt, dass alle identifizierten Führungsstile einen signi-fikanten Einfluss auf die Bleibeentscheidung von Mitarbeitern haben und dass neben einem unterstützenden Führungsstil ein kontextbezogener sowie ein inspirierender Führungsstil besondere Bedeutung haben.
S. 277-297

 

Kontaktstudium

Die Kosten des Indextrackings – Eine Fallstudie über den Exchange Traded Fund DAX®EX
Stephanie E. Lang/Klaus Röder

Seit der Einführung auf US-amerikanischen Märkten im Jahr 1993 werden die Chancen und Risiken von Exchange Traded Funds in der Literatur ausführlich diskutiert. Welche Kostenkomponenten bei börsengehandelten Indexfonds zur Rendite-Abweichung füh-ren, wurde bisher noch nicht empirisch untersucht und wird in diesem Beitrag quantifiziert. Über die Anpassungs- und Reinvestitionstage eines Exchange Traded Fund (ETF) wird eine innovative Methodik zur Extrahierung der Transaktionskosten seitens des Emittenten entwickelt und am Beispiel des DAX®EX als ersten und liquidesten deutschen ETF vorgestellt. Dass die Vorteile von ETF einem Renditeverlust von 0,8 Prozent pro Jahr gegenüberstehen, wird in diesem Artikel dargestellt.
S. 298-321


 
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