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Juni   zfbf 2007

Das baden-württembergische Modell der
Mittelvergabe an Universitäten – aus betriebs-wirtschaftlicher Sicht betrachtet
Ernst Troßmann/Alexander Baumeister

Ziel dieses Beitrags ist es, mögliche Steuerungswirkungen von Systemen leistungsorientierter universitärer Mittelverteilung am Beispiel des baden-württembergischen Ansatzes zu analysieren. Hierzu werden zunächst Zielsetzungen und generelle Anforderungen einer leistungsorientierten Mittelverteilung formuliert. In Fallbeispielen werden ihnen die Auswirkungen möglicher universitärer Handlungspolitiken gegenübergestellt, um systembedingte Fehlanreize zu verdeutlichen und Ausgestaltungsempfehlungen zu geben. Im Mittelpunkt der Analyse stehen mit der Effizienz, Beeinflussbarkeit der Bemessungsgrundlage und Anreizkompatibilität zentrale Gestaltungsmerkmale von Belohnungssystemen, die hier eine outputorientierte Budgetierung unterstützen sollen.
S.418-446

Zur Eignung der Ligagenossenschaft als
Organisationsform im professionellen Teamsport – Eine modelltheoretische Untersuchung

Helmut M. Dietl/Egon Franck/Tariq Hasan

Eine augenscheinliche Gemeinsamkeit aller vier amerikanischen Major Leagues besteht darin, dass sie als Genossenschaften der Clubs organisiert sind. Im letzten Jahrzehnt konnten die Clubs der großen nationalen Fußballligen Europas ihre Autonomie gegenüber den Fußballverbänden erheblich stärken. Offenbar nutzen die Clubs die gewonnene Freiheit, um in Bezug auf die Ligaorganisation vergleichbare Entscheidungen zu fällen wie die Clubs in den nordamerikanischen Major Leagues, die seit jeher außerhalb von Verbandsstrukturen operieren. Das Hauptziel dieses Aufsatzes besteht darin zu erklären, warum die Genossenschaftsstruktur eine effiziente Organisationsform der Ligaaktivitäten ist. Wir zeigen mit Hilfe eines formalen Modells, worin der ökonomische Vorteil dieser hybriden gegenüber marktlichen Organisationsformen der Ligaaktivitäten bestehen könnte.
S.447-464

Wissenstransfer in Organisationen: Koordinationsmechanismen
und Anreizsysteme als Gestaltungsparameter
Wolfgang H. Güttel

In der derzeitigen Wissensmanagement-Debatte wird die Forderung gestellt, Mitarbeiter zum Teilen ihres Wissens zu motivieren. Da für einzelne Wissensträger Wissen Grundlage von organisationsinterner Wettbewerbsfähigkeit ist, können deren Interessen und jene des Unternehmens bezüglich Wissenstransfer divergieren. Der spezifi sche Charakter von Wissen führt auch zu Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Wissensträger hinsichtlich seines Wissenstransferverhaltens. Wollen Unternehmen organisationsinternen Wissenstransfer fördern, werden Fragen nach der Organisationsgestaltung
virulent. Der folgende Beitrag identifi ziert analytisch drei Modi für Wissenstransfer.
Darauf aufbauend werden Optionen der Organisationsgestaltung durch Koordinationsmechanismen und Anreizsysteme zur Förderung des Wissenstransfers diskutiert.
S.465-486

Lohnt sich eine detaillierte Steuerplanung für Unternehmen?
Deborah Knirsch

Um den Antizipationsfehler der häufi g in der Praxis angewandten Investitionsrechnung mit vereinfachter Steuerbemessungsgrundlage zu quantifi zieren, wird in dieser Arbeit eine Unternehmenssimulation auf Basis empirischer Daten entwickelt. Mittels einer Monte Carlo-Simulation wird eine Unternehmensentwicklung bei unsicheren Umweltzuständen abgebildet. Das Modell zeigt auf, dass eine vereinfacht antizipierte Steuerbemessungsgrundlage oftmals einen geringeren Planungsfehler verursacht als ein fehlerhaft eingeschätzter Zins- oder Steuersatz. Daher sollte ein größeres
Gewicht auf die Prognose von Zins- und Steuersätzen gelegt werden, während die Abbildung einer wesentlich detaillierteren Steuerbemessungsgrundlage wenig sinnvoll erscheint.
S.487-507

Kontaktstudium

Hans-Ulrich Küpper
Entwicklungstendenzen der betriebswirtschaftlichen
Ausbildung an einer öff entlichen Hochschule

Die Betriebswirtschaftslehre ist ein relativ junges Fach. Mit der zunehmenden Bedeutung der Wirtschaft im 20. Jahrhundert sind dessen Studentenzahlen und sein Gewicht innerhalb der Hochschulen gewachsen. Der Betrag arbeitet die wichtigsten Bestimmungsgrößen und strukturellen Veränderungen der BWL-Ausbildung an den Hochschulen heraus. Durch die gegenwärtige Reform der Universitäten und den Übergang auf ein Bachelor- und Master-Studium befi ndet sich diese in einem deutlichen Umbruch, dessen gegenwärtige Ausprägung mit den darin enthaltenen Chancen und Risiken näher untersucht
werden.
S.508-524

Rezensionen

Albers, Sönke/Gassmann, Oliver (Hrsg.)
Handbuch Technologie- und Innovationsmanagement. Strategie – Umsetzung – Controlling
W. Burr
S.525

Stahl, Günter/Mayrhofer, Wolfgang/Kühlmann, Torsten (Hrsg.)
Internationales Personalmanagement
S. Süß
S.527

 
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