Abschreibung
Abschreibungen bei fallenden Wiederbeschaffungspreisen in stationären und nicht stationären Märkten
Hans-Ulrich Küpper/Günter Knieps/ René Langen
Die Bestimmung planmäßiger Abschreibungen gewinnt gegenwärtig auf regulierten Märkten eine besondere Bedeutung, weil sich die Preisgenehmigung auch an den Kosten orientiert. Im Zentrum dieser Untersuchung stehen daher Gesichtspunkte für die ökonomische Fundierung von Abschreibungsplänen. Hierfür werden anhand mehrerer Prinzipien der Abschreibungsermittlung die wichtigsten Abschreibungsverfahren für fallende Anlagenpreise verglichen. Ihnen entspricht am besten die bisher wenig beachtete "ökonomische Abschreibung", bei der in jeder Periode die Differenz zwischen den Tagesgebrauchtwerten abgeschrieben wird. Im Fall nicht stationärer Bedingungen wird zudem ein Übergang von "geschlossenen" auf "offene" Abschreibungspläne wichtig, die fortwährend neu verfügbare Informationen berücksichtigen. Dies wird für die ökonomische Abschreibung an einem Fallbeispiel der Telekommunikation demonstriert.
S. 759
Team-Entlohnung
"Never Change a Winning Team" - Team-Entlohnung und implizite Kooperation
Dirk Sliwka
Die optimale Anreizsetzung in einem Team wird anhand eines Prinzipal-Agenten-Modell analysiert. Gezeigt wird, dass Team-Entlohnung Abschreibung es vorteilhaft sein kann, einen Agenten selbst dann positiv in Abhängigkeit vom Erfolg seiner Kollegen zu entlohnen, wenn deren Aufgaben technologisch unabhängig sind. Die Einführung von Team-Entlohnungskomponenten führt zu impliziter Kooperation und gegenseitiger Beaufsichtigung. Dies wird explizit in einem wiederholten Spiel modelliert. Selbst wenn im statischen Fall Leistungswettbewerb vorgezogen wird, kann Team-Entlohnung optimal sein. Der Vorteil von Team-Entlohnung ist um so größer, je höher die Wahrscheinlichkeit für das Fortbestehen der Arbeitsbeziehung ist.
S. 777
Cojoint-Analyse
Nutzenermittlung in wahlbasierter Conjoint-Analyse: Ein Vergleich von Latent-Class- und hierarchischem Bayes-Verfahren
Thorsten Teichert
Konzeptionelle Stärken und Schwächen von Latent-Class- und hierarchischem Bayes-Verfahren werden vergleichend gegenübergestellt. Es werden differenzierte Hypothesen zu den jeweils erzielbaren Schätzergebnissen abgeleitet. Diese werden in einer großzahligen empirischen Studie überprüft. Auswertungen auf Segment - sowie Individualebene ergeben eine detaillierte Qualitätsbeurteilung. Die Hypothesen bestätigen sich nur teilweise. Entgegen den Vermutungen zeigt sich eine vergleichsweise hohe Stabilität von hierarchischen Bayes-Schätzungen auf Segmentebene. Während die individuellen Schätzwerte des hierarchischen Bayes-Verfahrens von fraglicher Qualität bleiben, sind sie den Latent-Class-Schätzungen vorzuziehen, da sie Ausreißer gut erkennen und eine höhere Flexibilität in der Datenauswertung ermöglichen.
S. 798
Würdigung
Richard Köhler - zum 65. Geburtstag
von Heribert Meffert
S. 823
Kontaktstudium: Neuer Markt
Die Performance der Börsengänge am Neuen Markt
Wolfgang Gerke/Jörg Fleischer
Der Beitrag untersucht die Performance der Börsengänge am Neuen Markt, die in der Zeit von März 1997 bis Dezember 2000 stattfanden. In diesem Zeitraum lagen die Emissionskurse im Durchschnitt deutlich unter dem ersten an der Börse festgestellten Kurs. Im Vergleich zu anderen Märkten fiel dieses sogenannte Underpricing erheblich höher aus. Der Effekt war für den Neuen Markt nicht nur temporärer Natur, sondern ließ sich marktbereinigt auch noch zwölf Monate nach dem Börsengang beobachten. Die Marktbereinigung trägt dabei der Tatsache Rechnung, dass die Entwicklung des Neuen Marktes im untersuchten Zeitraum sehr starken Schwankungen unterlag und nach einer Phase der Euphorie von starken Kurseinbrüchen geprägt war. Vergleiche der marktadjustierten Renditen nach dem Börsengang ergeben, dass es für einen Anleger im Durchschnitt suboptimal gewesen wäre, die Aktien sofort am ersten Handelstag an der Börse wieder zu verkaufen, da sich bei einer Haltedauer von sechs beziehungsweise zwölf Monaten höhere Renditen hätten erzielen lassen.
S. 827
Rechnungslegung und Prüfung am Neuen Markt
Wolfgang Ballwieser
Am Neuen Markt notierte Unternehmen müssen den Konzernabschluss nach IAS oder US-GAAP aufstellen. Der Beitrag untersucht, wie häufig die unterschiedlichen Bilanzierungsregeln verwendet werden, belegt einige offenkundige Verstöße und geht weiterhin auf die Unterschiedlichkeit der Prüfungstestate ein, die den Adressaten der Rechnungslegung die Einschätzung nicht leicht machen. Betrachtet wird ferner, welche Prüfungsgesellschaften am Neuen Markt besonders aktiv sind.
S. 840
Bücher
Bitz, Horst
Risikomanagement nach KonTraG
D. Schneider
S. 854
Merkt, Hanno
Unternehmenspublizität
A. Moxter
S. 854
Schenk-Mathes, Heike
Gestaltung von Lieferbeziehungen bei Informationsasymmetrie
S. Wielenberg
S. 857