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März   zfbf 2007

Erfolgsfaktoren organisatorischen Wandels
Markus Schwaninger/Christian Kaiser

Die empirische Forschung hat sich fast nicht mit der Frage nach den Erfolgsfaktoren von Projekten der organisatorischen Veränderung befasst. Um diese Lücke zu schließen, wurde eine exploratorische Studie mit einer Erhebung bei neun Großunternehmen durchgeführt. Aufgrund der Datenanalyse wurden die für den Projekterfolg maßgeblichen Faktoren eruiert. Es handelt sich dabei um das Engagement der Entscheidungsträger, die sachliche Ausrichtung der Entscheidungen, die Klarheit der Ziele, Partizipation der Betroffenen und einen ganzheitlichen Ansatz der Projekt
realisierung. Diese Ergebnisse wurden in den Tests bestätigt, sind also als robust zu betrachten.
S.150-172



Prozessorientierte Organisation und Effizienz im Krankenhaus
Antonio Vera/Ludwig Kuntz

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Umsetzung einer prozessorientierten Organisation im Krankenhaus. Dabei werden zunächst die wichtigsten organisatorischen Gestaltungselemente dieses Ansatzes dargestellt, bevor untersucht wird, ob und auf welche Art und Weise eine prozessorientierte Krankenhausorganisation zweckmäßig ist. Anschließend erfolgt eine empirische Untersuchung von zwei Hypothesen. Überprüft wird zum einen, ob der Grad an prozessorientierter Organisation in Krankenhäusern von der jeweiligen Versorgungsstufe abhängt, und zum anderen, ob sich ein hoher Grad an Prozessorientierung positiv auf die Krankenhauseffizienz auswirkt. Die Effizienzmessung erfolgt auf der Grundlage von Data Envelopment Analysis (DEA). Beide Hypothesen können auf der Grundlage der erhobenen Daten bestätigt werden.
S.173-197


Was bringt ein Oscar im Filmgeschäft? Eine
empirische Analyse unter Berücksichtigung des Selektionseffekts

Michel Clement/Björn Christensen/Sönke Albers/Steffen Guldner

In der Erfolgsfaktorenforschung von Filmen ist immer wieder die Umsatz steigernde Wirkung eines Oscars aufgezeigt worden. Allerdings ist zu vermuten, dass die bisherigen empirischen Ergebnisse aufgrund eines Selektionseffekts verzerrt sind. Im vorliegenden Beitrag wird mit dem „Propensity-Score-Matching-Ansatz“ ein Verfahren eingesetzt, welches die Selektivität korrigiert. Die resultierenden Ergebnisse zeigen, dass dann die Nominierung für einen Oscar entgegen bisherigen Vermutungen keinen signifikanten Beitrag zum Gesamtumsatz eines Kinofilmes liefert.
S.198-220


Fähigkeit der externen Technologieverwertung: Theoretisches Konzept und empirische Analyse
Ulrich Lichtenthaler/Holger Ernst/Eckhard Lichtenthaler

Unternehmen können technologisches Wissen nicht nur intern in eigenen Produkten oder Dienstleistungen anwenden, sondern dieses auch extern vermarkten. Während die externe Beschaffung von Technologien und insbesondere das Konzept der ‚Absorptive Capacity’ auf starkes Interesse in der Forschung gestoßen sind, wurde die externe Technologieverwertung (ETV) trotz ihrer steigenden Bedeutung in der Praxis bisher vernachlässigt. Insbesondere wurde nicht berücksichtigt, welche spezifischen Fähigkeiten ein erfolgreiches Management der ETV erfordert. Daher wird im vorliegenden Beitrag ein fähigkeitsorientierter Ansatz der ETV entwickelt, wobei das Konzept der ETV-Fähigkeit als Ergänzung zu ‚Absorptive Capacity’ anzusehen ist. Im Anschluss daran werden vier Hypothesen über den Zusammenhang zwischen möglichen Determinanten einer ETV-Fähigkeit (intraorganisationale Kommunikation, spezifische Ressourcen, partizipativer Ansatz, interorganisationale Netzwerke) und dem Erfolg von Unternehmen in der ETV aufgestellt. Diese Hypothesen werden mithilfe von Daten aus einer Fragebogenstudie in 136 Firmen aus unterschiedlichen Branchen überprüft. Somit stellt der vorliegende Artikel auch die erste großzahlige empirische Studie über Erfolgsfaktoren für das Management der ETV dar. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Sichtweise des fähigkeitsbasierten Konzepts und ermöglichen damit ein detailliertes Verständnis der Erfolge beziehungsweise Misserfolge von Unternehmen in der ETV.
S.221-249


Kontaktstudium

"Theorie und Praxis stets Hand in Hand" - 75 Jahre Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.
Clemens Börsig
S.254-263

In diesem Jahr feiert die Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. ihr 75-jähriges Gründungsjubiläum. "Theorie und Praxis stets Hand in Hand, so lautete die Maxime von Eugen Schmalenbach, dem Nestor der deutsch-sprachigen Betriebswirtschaftslehre und Namensgeber der Gesellschaft, die bis zum heutigen Tag die Arbeit der Schmalenbach-Gesellschaft bestimmt. Eugen Schmalenbach selbst hat den Mitgliedern der Schmalenbach-Gesellschaft den Auftrag erteilt, die Betriebswirtschaftslehre als angewandte Wissenschaft durch ständige Orientierung an der Praxis und durch dauernde Anpassung an neue veränderte Verhältnisse weiter zu entwickeln. Dieser Auftrag ist zeitlos. Es ist das Verdienst der Schmalenbach-Gesellschaft, ein Forum institutionalisiert und in 75 Jahren ausgebaut und gestärkt zu haben, auf dem sich Praxis und Wissenschaft regelmäßig begegnen. Über die Organisation von Tagungen und Kongressen, die Einrichtung von Arbeitskreisen und die Herausgabe von Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (zfbf) und Schmalenbach Business Review (sbr) initiiert, vermittelt und koordiniert sie den Dialog von Wissenschaft und Praxis. Angesichts der aktuellen Entwicklungen hat der Anspruch der Schmalenbach-Gesellschaft, ökonomisches Wissen Über die Grenzen von Wissenschaft und Praxis hinweg zu teilen und damit zu mehren, auch nach 75 Jahren nichts an seiner Aktualität verloren.


Solvenztest zur Ausschüttungsbemessung – Berücksichtigung unsicherer Zukunftserwartungen
Bernhard Pellens/Nils Crasselt/Thorsten Sellhorn
S.264-283

 
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