Prospect-Theorie
Wertfunktion der Prospect-Theorie, Produktpräferenzen und Folgerungen für das Marketing
von Heribert Gierl, Roland Helm und Stefan Stumpp
Die Prospect-Theorie gewinnt in der Marketingforschung immer mehr an Bedeutung. Sie wird unter anderem auch zur Erklärung von Produktpräferenzen herangezogen. Ziel des Beitrags ist es, zu untersuchen, inwieweit durch die Festlegung des Referenzniveaus Produktpräferenzen beeinflusst werden können. Dazu werden Möglichkeiten zur Messung des Referenzniveaus aufgezeigt und individuelle Wertfunktionen geschätzt. Es wird gezeigt, dass das Involvement der Entscheider mit den Parametern der Wertfunktion korreliert, so dass eine isolierte Beeinflussung des Referenzniveaus nur unter bestimmten Bedingungen möglich erscheint. Der Effekt von Marketing-Stimuli, die eine Einsicht in bessere Problemlösungen bewirken, ohne das sich der Entscheider an dieses höhere Referenzniveau gewöhnt, wird im vorliegenden Beitrag untersucht.
S. 559
Komplementaritäten
"Strategische Komplementaritäten" und das Management intangibler Ressourcen
von Martin Schneider
"Strategische Komplementaritäten" zwischen Wissensbeständen des Unternehmens können das Entstehen und die Dauerhaftigkeit von Wettbewerbsvorteilen erklären helfen. Anschauliche Beispiele aus formalen wachstumstheoretischen Modellen werden vorgestellt. In ihnen zeigt sich das Potenzial für Wettbewerbsvorteile in verschiedenen Skalen- und Synergieeffekten (etwa durch Teamarbeit). Da solche Komplementaritäten komplex und schwer durchschaubar sind, stellen sie gleichzeitig wesentliche Imitationsbarrieren dar und können so die Dauerhaftigkeit von Wettbewerbsvorteilen erklären.
S. 589
Unternehmenssanierung
Strategisches Verhalten bei der Unternehmenssanierung durch außergerichtlichen Vergleich
von Stefan Wielenberg
Der außergerichtliche Vergleich ist eine in der Praxis bewährte und kostengünstige Methode zur Bereinigung von finanziellen Krisen. Wegen der asymmetrischen Informationsverteilung über die tatsächliche wirtschaftliche Situation des Schuldners ist er jedoch anfällig für opportunistisches Verhalten und damit nicht unproblematisch. Dieser Aufsatz zeigt in einem einfachen Verhandlungsspiel unter asymmetrischer Information zunächst, dass die Position des Gläubigers relativ schlecht ist, wenn er sich in Vergleichsverhandlungen darauf beschränkt, Angebote des Schuldners abzuwarten. Durch glaubwürdige Selbstverpflichtungen oder die Abgabe eigener Angebote kann der Gläubiger den erwarteten Forderungsausfall reduzieren und den Schuldner dazu bewegen, auch Mittel in den Vergleich miteinzubringen, die im Insolvenzverfahren bei drohender Zerschlagung des Unternehmens nicht zur Verfügung stehen.
S. 605
Kontaktstudium: Markteintritt
Lohnt sich für Pharmaunternehmen der Markteintritt als Late Mover? - Ergebnisse einer Rentabilitätsanalyse
von Hans H. Bauer, Marc Fischer und Volker Pfahlert
Der Aufsatz beschreibt eine umfassende Rentabilitätsanalyse von Late Mover-Produkten eines bedeutenden Segmentes des globalen Marktes für kardio-vaskuläre Medikamente. Die Studie basiert auf der Schätzung und Klassifizierung von über 200 Produktlebenszyklen aus vier globalen kardio-vaskulären Produktmärkten und führt zu einer Unterscheidung von Lebenszyklen für Pionier- sowie Early Follower-Produkten einerseits und Late Mover-Produkten andererseits. Die Markteintrittsreihenfolge ist somit nicht nur entscheidend für das Erreichen eines bestimmten Marktanteilsniveaus, sondern beeinflusst auch die Form des Produktlebenszyklus und damit die langfristige ökonomische Bewertung innovativer Produkte. Der Beitrag liefert über eine Simulationsstudie hierzu erste Ergebnisse und zeigt die Bedeutung der Produktlebenszyklusform für den Kapitalwert auf. In einer Sensitivitätsanalyse werden die Wirkungen relativer Änderungen von mehreren Inputvariablen untersucht. Die Berechnung ausgewählter Punktelastizitäten offenbart dabei, welchen Einfluss Marketingvariablen wie der Preis oder Promotion ausüben.
S. 632
Bücher
Bitz, Michael/Dellmann, Klaus/ Domsch, Michel/Wagner, Franz W. (Hrsg.)
Vahlens Kompendium der Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl.
D. Schneider
S. 649
Clement, Michael
Interaktives Fernsehen
C. Fantapié Altobelli
S. 650
Heil, Berthold
Online-Dienste, Portal Sites und elektronische Einkaufszentren
W. Fritz
S. 652
Treisch, Corinna
Existenzminimum und Einkommensbesteuerung
D. Schneider
S. 654
Wünsche, Alexander
Umweltabgaben und Unternehmensbesteuerung
J. Hundsdoerfer
S. 656