Zeitarbeit und Interimsmanagement in Deutschland Ein empirischer und institutioneller Vergleich
Dorothea Alewell
Bei Zeitarbeit und Interimsmanagement handelt es sich um zwei Formen eines betriebsübergreifenden Personaleinsatzes, die einerseits eine sehr ähnliche ökonomische Grundstruktur aufweisen, andererseits aber in Deutschland institutionell sehr unterschiedlich geregelt sind und über zwei getrennte Märkte mit sehr unterschiedlichen Merkmalen (Akteure, Marktsegmente, Preisstrukturen) gehandelt werden. Im Aufsatz werden Zeitarbeit und Interimsmanagement empirisch und institutionell
verglichen. Insbesondere wird eine institutionenökonomische Erklärung für die zu beobachtenden institutionellen Unterschiede zwischen beiden Bereichen präsentiert.
S. 990-1012
Investitionswirkungen der Gruppenbesteuerung Die österreichische Steuerreform als Vorbild für die deutsche Organschaft?
Rainer Niemann/Corinna Treisch
Mit der österreichischen Steuerreform 2005 wurde die Möglichkeit der grenzüberschreitenden Verlustverrechnung im Rahmen der Gruppenbesteuerung eröffnet. Die vorliegende Arbeit untersucht den simultanen Einfl uss von Gruppenbesteuerung und Verlustverrechnungsbeschränkungen auf das Investitionsverhalten österreichischer Kapitalgesellschaften. Hierzu werden im Rahmen einer dynamischen Investitionsrechnung Monte-Carlo-Simulationen durchgeführt. Es kann gezeigt werden, dass der
Einfluss der Gruppenbesteuerung auf die Vorteilhaftigkeit von Auslandsinvestitionen nicht eindeutig ist. Sowohl die Stärkung des Holdingstandorts Österreich als auch die Vorbildfunktion der Gruppenbesteuerung für eine Reform der deutschen Organschaftsregelungen erscheinen zweifelhaft.
S. 1013-1032
Rollen-Interventions-Modell Eine empirische Untersuchung zur Wirkung von Beratung
Rupert Hasenzagl/Gina Falkner/Brigitte Hatvan
In der vorliegenden Arbeit wird die empirische Überprüfung eines Rollen-Interventions-Modells zur Modellierung der Kunden-Berater-Interaktion vorgestellt. Das Experiment wurde mit zwölf Treatment- und sechs Kontrollgruppen in der Tradition der Kleingruppenforschung durchgeführt. Die Hypothese, dass nicht-rollenkonforme Interventionen zu einem Wirkungsverlust des Intervenierenden führen, konnte durch das Experiment bestätigt werden. Neben der Bestätigung der zentralen Hypothese
wurde mit dem Experiment auch die Eignung des zugrundeliegenden Rollen-Interventions-Modells zur Operationalisierung von Beraterrollen und zur Kategorisierung von Interventionen in der Praxis gezeigt.
S. 1033-1050
Unternehmensnetzwerke und Erfolg - Eine empirische Analyse von Einfluss- und Gestaltungsfaktoren
Klaus Möller
Unternehmensnetzwerke werden vielfach als überlegene Organisationsform zur Koordination wirtschaftlicher Aktivitäten angesehen. Dabei herrscht Einigkeit, dass ihr Erfolg von der Gestaltung des Netzwerkmanagements und weiterer Einflussfaktoren abhängt. Der Beitrag konkretisiert ein solches System zur Erfolgserzielung in Unternehmensnetzwerken und testet es im Rahmen eines Strukturgleichungsmodells. Darüber hinaus wird die Wirkung der zentralen Einflussfaktoren Vertrauen, strategische Bedeutung und Partizipation auf Erfolg und Managementsystem überprüft. Die Daten basieren auf einer großzahligen empirischen Untersuchung von Netzwerken in Deutschland.
S. 1051-1076
Würdigung
Lothar Müller-Hagedorn 65 Jahre
von Waldemar Toporowski
Kontaktstudium
Marketing-Strategien für die Musikindustrie im Zeitalter der Digitalisierung
von Michel Clement und Oliver Schusser
Rezensionen
Achleitner, Ann-Kristin/Nathusius, Eva
Venture Valuation Bewertung von Wachstumsunternehmen
D. Schneider
Esch, Franz-Rudolph (Hrsg.)
Moderne Markenführung
H. Sattler
Zembylas, Tasos
Kulturbetriebslehre Grundlagen einer Disziplin
D. Schneider