Erwartungsbildung
Adaptive Erwartungsbildung und Finanzmarktdynamik
von Thomas Dangl, Engelbert J. Dockner, Andrea Gaunersdorfer, Alexander Pfister, Leopold Sögner und Günter Strobl
Aufbauend auf einem klassischen Finanzmarktmodell werden drei Modellvarianten behandelt, die jeweils einen anderen Ansatz der (heterogenen) Erwartungsbildung von Investoren über künftige Wertpapierpreise in den Vordergrund der Betrachtungen rücken: das Konzept der konsistenten Erwartungen, das Konzept der "Adaptive Belief Systems" und künstliche Finanzmärkte, wo die Modellierung der Erwartungsbildung mittels "Classifier Systems" erfolgt. Es wird untersucht, welche Auswirkungen diese unterschiedlichen Mechanismen der Erwartungsbildung auf die Gleichgewichtsdynamik von Wertpapierkursen haben. Außerdem werden die statistischen Eigenschaften von Renditen der mittels dieser Modelle generierten Kurszeitreihen mit jenen realer Daten verglichen.
S. 339
Vorsichtsprinzip
Vorsichtsprinzip und Grundsatz der Bilanzwahrheit im Rahmen der Jahresabschlussrichtlinie
von Thomas Berndt
Der Beitrag würdigt die jüngste bilanzrechtliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 14. September 1999 zur Frage der Zulässigkeit von Pauschalrückstellungen. Ausgehend von einer kritischen, die Unklarheiten in der Argumentation des Europäischen Gerichtshofs aufzeigenden Analyse wird vorgeschlagen, das Vorsichtsprinzip gemäß den jeweiligen nationalen Grundwertungen auszulegen und dem Anhang eine entsprechend differenzierte Informationsfunktion zuzuweisen. Eine solche Interpretation ermöglicht es, die Grundsätze der Bilanzwahrheit und Vorsicht sinnvoll miteinander zu verknüpfen und das Maßgeblichkeitsprinzip beizubehalten.
S. 366
Standardisierungsstrategien:
Eine erweiterte Betrachtung des Wettbewerbs auf Netzeffektmärkten
von Frank Borowicz und Ewald Scherm
Da Kompatibilitätsstandards Branchenstrukturen verändern und neue Märkte entstehen lassen, kommt ihnen eine hohe strategische Bedeutung zu. Dem steht jedoch bislang eine geringe wissenschaftliche Rezeption gegenüber. In diesem Beitrag werden Standardisierungsstrategien als spezifische Wettbewerbsstrategien für Netzeffektmärkte entwickelt. Neben marktlichen Standards werden dabei auch Gremienstandards betrachtet. Es wird zudem erläutert, auf welchen Märkten Standardisierungsstrategien sinnvoll sind. Dabei erweist sich der aus der Volkswirtschaftslehre stammende und hier erweiterte Netzeffektansatz als hilfreich.
S. 391
Würdigung
Heiner Müller-Merbach - 65 Jahre
von Martin G. Möhrle
S. 417
Kontaktstudium: Wettbewerbsstrategien
Alternative Wettbewerbsstrategien von Fluggesellschaften in der Luftfrachtbranche
von Wilhelm Althen, Matthias Graumann und Marcus Niedermeyer
Gibt es alternative Wettbewerbsstrategien für Fluggesellschaften in der Luftfrachtbranche und, wenn ja, sind sie als effizient einzustufen? Der Beitrag versucht eine Beantwortung dieser beiden Fragen ausgehend von einer Rekonstruktion der praktischen wettbewerbsstrategischen Handlungen zweier führender Frachtfluggesellschaften, der Cargolux S. A. und der Lufthansa Cargo AG. Die Rekonstruktion erfolgt unter Rekurrierung auf die Bezugsordnung der präskriptiven Entscheidungswissenschaft. Das erste Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Cargolux S. A. und die Lufthansa Cargo AG unterschiedliche Wettbewerbsstragegien verfolgen und es mithin mindestens zwei alternative Wettbewerbsstrategien von Fluggesellschaften in der Luftfrachtbranche gibt. Das zweite Ergebnis der Untersuchung ist, dass beide Wettbewerbsstrategien als effizient einzustufen sind.
S. 420
Bücher
Blecker, Thorsten
Unternehmung ohne Grenzen
A. Al-Laham
Franke, Günter/Hax, Herbert
Finanzwirtschaft des Unternehmens und Kapitalmarkt, 4. Aufl.
R. H. Schmidt
Hahn, Dietger/Esser, Klaus (Hrsg.)
Unternehmensgründungen
M. Schefczyk
Neubauer, Michael
Krisenmanagement in Projekten
F. Roselieb
Tischler, Thomas
Strategie und Change
A. Al-Laham